30. Juni 2007

[TV&Co] Pirates of the Caribeean: At World's End

Scheint es ein Grundbedürfnis der Menschen, wichtige Figuren und Stoffe immer und immer wieder zu behandeln und zu pflegen?

Scheinbar schon, sonst hätte es der Piraten-Sausse dritter Teil nicht gegeben.


Erinnern wir uns kurz ans Ende des zweiten Teils: Davy Jones wurde von der West India Trading Company versklavt, Jack Sparrow wurde von einem Riesenkraken verschlungen und Barbossa (aus Teil eins) hatte seinen Cliffhanger-Auftritt in der Vodoo-Hütte.

So weit, so gut. Der Film beginnt mit einer wenig gelungenen Musial-Einlage von zum Tode verurteilten Menschen. Darauf folgt auch schon das erste Highlight: Käpt'n Sparrow in seinem ganz persönlichem LSD-Trip, drehbuchtechnisch als Davy Jones' Zwischenreich verortet. Jacks Freunde (öhm ... naja, sozusagen) machen sich auf, ihn von dort zu befreien, was nach einem kurzen Abstecher nach Singapur, in die (Ant?-)Arktis und einem Absturz am Ende der Welt (häh?) schließlich gelingt.

Nach einigem hin und her wird zur Bekämpfung der WETC und Davy Jones der Rat der Piratenfürsten einberufen, der sodann beschließt, Calypso, die Göttin der Meere, zu befreien (aha!). Es kommt zum großen Showdown in einem gigantischen Strudel und zum Beinahe-aber-irgendwie-dann-doch-Happy-End plus offenem Ende für Teil 4.

Was bleibt? Im Vergleich zum zweiten Teil, fällt dieser Teil sehr stark ab. Weder gibt es wirklich Neues aus der Welt der Piraten zu vermelden, noch sind die kuriosen und fast schon psychodelischen Geschichtswendungen interessant genug, um über die Löcher in der Story hinwegzutäuschen. Zuviel wird darauf verwendet, die Fäden mit Gewalt zusammenzuführen. Johnny Depp und Keith Richards als dessen Vater können überzeugen, allerdings gibt es da auch noch andere Charaktere mit Leinwandzeit - und als Zuschauer empfindet man das teilweise als etwas lästig.

Schade ist, dass die Dynamik der ersten beiden Teile nicht wirklich aufgenommen wurde und man es auch nicht für nötig hielt, dem Publikum etwas wirklich Neues zu bieten. Naja, in Teil vier vielleicht dann.

27. Juni 2007

[MISC] Freak City strikes back


Seit gestern ist es offiziell: Bamberg feiert nach 2005 den zweiten Gewinn der Deutschen Meisterschaft der Herren im Basketball - oder anders formuliert: Mir sin Meistä.

Bilder von der Ankunft der Mannschaft weit nach Mitternacht am Maxplatz gibt es hier, Bilder von der anschließenden Party im Il Centro dort. Nach einem Jahr Abwesenheit wird jetzt auch wieder die EuroLeague gerockt.

Super Bamberg, Deutscher Meister, óle, óleeeeee!!!

25. Juni 2007

[Blog] Stöckchen again

Von der paule gab's ein Stöckchen und sowas will beantwortet werden zur Erheiterung der geneigten Leserschaft.

1. Wie spät ist es?

11.38 Uhr

2. Wie lautet Dein Name, so wie er auf der Geburtsurkunde erscheint?
Aus datenschutzrechtlichen Gründen wird diese Frage nicht beantwortet.

3. Wie lautet Dein Kosename?
Siehe 2.

4. Wann hast du Geburtstag?
27.07.1979

5. Geburtsort?
Roth

6. Welche Farbe hat die Hose, die Du gerade trägst?
schwarz.

7. Dein momentaner Lieblingssong?
Höre in letzter Zeit kaum Musik.

8. Was hörst du gerade?
Rauschen vom Lüfter.

10. Lieblings-Gummibärchen
Rot.

11. Hast Du ein Lieblingstier?
Ich halte es da wie die paule: Seehunde.

12. Wenn Du ein Buntstift wärst, welche Farbe wärst Du?
Dann wäre ich ein Bleistift (für die Psychologen jetzt bestimmt eine interessante Antwort).

13. Wo willst Du in Deinen Flitterwochen hin?
Niagara-Fälle, klassich.

14. Wie ist das Wetter gerade?
Sonnig.

15. Wer ist die letzte Person, mit der Du telefoniert hast?
N.

16. Was bemerkst Du als erstes am anderen Geschlecht?
"Aha, eine Frau. Soso."

17. Wie geht es Dir heute?
Gemischt.

18. Was ist Dein Lieblingsgetränk?
Mineralwasser, spritzig.

19. Lieblings - alkoholisches - Getränk?
Bier.

20. Bist Du gepierct?
Nein. Alle Nadeln, die bisher in mich reingestochen wurden, hatten medizinische Gründe.

21. Hast Du ein Tattoo?
Außer hartnäckigen Eintrittsstempel gelegentlich: nein.

22. Wie isst Du ein Hanuta?
en bloc.

23. Lieblingssport zum Zuschauen?
Basketball.

24. Welche CD/DVD wirst Du Dir als nächstes kaufen?
50er-Spindel beim Mediamarkt.

25. Augenfarbe?
Grün-Blau-Grau.

26. Trägst Du Kontaktlinsen?
Nein.

27. Geschwister und Alter?
nope.

28. Letzter Film, den Du geschaut hast?
Shoppen.

29. Lieblingstag im ganzen Jahr?
der 35. Mai.

30. Bist Du schüchtern, jemanden zum Essen einzuladen?
Nein. Damit hat so einiges auch erst angefangen ...

31. Hattest du schon mal einen Autounfall?
Ja.

32. Magst Du lieber lustige oder gruselige Filme?
Ich mag gute Filme.

33. Dein Lieblingsfilm?
Prinzessin Mononoke, Ghost Dog, Das Imperium schlägt zurück.

34. Dein liebster Ferienort?
Eigentlich egal, solange die richtige Person dabei ist.

35. Sommer oder Winter?
Ja.

36. Umarmungen oder Küsse ?
Beides.

37. Beziehung oder One Night Stand?
Beziehung.

38. Hast Du jemals einen Menschen so sehr geliebt, dass er/sie Dich zum Weinen gebracht hat?
... die dümmste und unerwachsendste Frage bisher.

39. An welchem Ort möchtest Du gerne mal geküsst werden?
Siehe 34. Frage.

40. Dein liebstes Fast Food Restaurant?
Burger King.

41. Dein Lieblingsbuch?
Was ist was - Band 97 - Samurai.

42. Deine Lieblings-Disco/ -Kneipe/ -Café/ -Bar?
Bamberg.

43. Wie oft bist Du durch die Führerscheinprüfung gefallen?
1-mal. Mir(!) wäre fast einer reingefahren hinten und deshalb ließ man mich durchfallen. Skandal!

44. Wo siehst Du Dich in zehn Jahren?
Im Spiegel. Genau wie heute.

45. Von wem hast du die Mail bekommen?
Die paule war's. Kein Zweifel.

46. Bist Du jemals für ein Verbrechen bestraft worden?
Strafzettel?

47. Was machst Du, wenn Du gelangweilt bist?
Was ändern.

48. Welche Phasen sind typisch für Dich?
Nachdenken, nochmal drüber nachdenken, was unternehmen.

49. Welcher Freund/Freundin wohnt am weitesten entfernt?
Fulda?

50. Was wäre das Schlimmste, was Dir passieren könnte?
Das ist nicht der Ort und nicht die Zeit, darüber zu schreiben.

51. Wann ist Deine Zu-Bett-Geh-Zeit?
Irgendwas zwischen 22 Uhr und 2 Uhr.

52. Was ist im Moment das Beste in Deinem Leben?
Dass es jemanden gibt, den ich liebe.

53. Schokolade oder Vanille?
Schokolade. Außer bei Eis, dann auch gerne beides.

54. Wie sehr liebst Du Deinen Job?
Das wird sich noch zeigen.

55. Möchtest Du, dass Deine Freunde Dir antworten?
Ich geh mal davon aus ...?!

56. In welchem Geschäft würdest Du Deine Kreditkarte bis aufs Maximum ausreizen?
Ich besitze keine Kreditkarte. So what?

57. Wer wird am Wahrscheinlichsten nicht antworten?
Das wird sich zeigen!

58. Wer wird zuerst eine Antwort auf diese Mail schicken?
Da das hier vom Mailformat ins Blogformat übertragen wurde, ist's echt schwer, das nachzuvollziehen.

59. Und wer wird wohl zuletzt antworten?
s.o.

60. Wie spät ist es jetzt?
12.05 Uhr

30. Mai 2007

[Uni] Wenn ...

... die letzte Arbeit geschrieben,
... die letzte Prüfung bestanden,
... die letzte Vorlesung besucht und
... das letzte Buch abgegeben wurde

... werdet ihr merken, dass man den Mensafraß nicht essen kann.

P.S. Das Bewertungsgutachten für die Diplomarbeit kam heute Nachmittag per e-Post an und ich muss sagen, ich bin Gerlinde überrascht über dieses doch dann postive Ereignis. Jetzt fehlt nur noch die Anerkennung der Betriebspraktika und dann muss ich mich wohl tatsächlich dem Umstand stellen, dass das Studium vorbei ist.

23. Mai 2007

[Life] Kennst du das Land, wo die Citroënen blühen?

So, die nächsten paar Tage werde ich nach und nach die Parisfahrt resümieren und auch ein paar Bilder reinstellen. Für diese muss ich mir wohl dann doch mal eine online-Gallerie eröffnen, da es ca. unsortiert 300 Stück gibt.

Da das wohl etwas dauert, bitte ich die geneigte Leserschaft um Geduld :-)

16. Mai 2007

[Life] Die Stadt Bamberg hasst mich

... oder wie sonst lässt es sich erklären, dass gerade sämtliche Parkplätze, die ich so benutze, momentan aufgrund von KanaldeckelaufreißenundmitTeerwiederzuschütten gesperrt sind und ich somit teilweise mehr Zeit für eine Parkplatzsuche aufwende als für die eigentliche Fahrt selber?!

Außerdem tut mein Knie seit einer Woche weh, ich arbeite die Hälfte der Woche als EDV-Dozent und heute Nacht geht's nach Paris ...

4. Mai 2007

[TV&Co] Spidey 3

Zunächst muss ich vorausschicken, dass ich Spiderman zwar mag, allerdings seine Gegner im Normalfall etwas seltsam sind (man denke nur an den Geier ...). Irgendwo las ich mal, dass ein Held nur so gut sein kein wie sein stärkster Feind. Spideys größter Feind war und ist er selbst, sein Umgang mit seinen Kräften und der daraus resultierenden Verantwortung.

Dies wurde im ersten Film stark thematisiert und da war es auch verzeihbar, dass mit dem Grünen Kobold ein etwas schräger Bösewicht daherkam, bei dem mir bis heute nicht klar ist, warum ausgerechnet ein Kobold?! Wie dem auch sei, dem Erfolg des Films tat dies kein Abbruch und darüberhinaus schaffte er es, dass die Waage zwischen comichafter Action und ernsthaften Anspruch gehalten wurde.

Im zweiten Teil bekam Spidey es mit Doc Ock zu tun, der von Alfred Molina charismatisch-tragisch verkörpert wurde, und der Rolle eine Tiefe verlieh, die weit über die Comics hinausgeht. Insofern hatte es Spiderman mit einem echten Superschurken zu tun.

Teil 3 versucht nun genau dort anzuknüpfen und die menschliche Seite Spidermans in Gestalt Peter Parkers wieder in Vordergrund zu stellen. Für ersteres Vorhaben werden drei Gegner in den Ring geschickt: Der neue Kobold, Sandman und Venom.

Wo es sich beim neuen Kobold um Harry Osborne handelt, der bereits in den Filmen zuvor angelegt wurde und somit seine Bestimmung erfährt, mussten die anderen beiden eingeführt werden. Beim Sandman gelingt dies relativ gut, wenn auch ein wenig mit dem Holzhammer zugearbeitet wird, da dem geneigten Zuschauer alles etwas vorgekaut wird. Venom hinggen wird erst sehr spät erschaffen und man fragt sich, warum er so verheizt wird.

Der außerirdische Symbiont, der zunächst Peter Parker und dann Eddie Brock befällt hätte genug Potential für einen gesamten Film gehabt, stattdessen wird sehr viel Zeit vertan, Tobey Maguire eine Farce als John Travolta mit Hitler-Frisur spielen zu lassen, die man eher einem Ben Stiller ins Drehbuch schreibt normalerweise. Im Comic wirkt der negative Einfluß des Symbionten weit weniger lächerlich und zeigt auch seine höchst brutale Seite, die schließlich Spiderman befähigen, ihn wieder loszuwerden. Im Film mögen sich diese Charakterwandlungen nicht so recht entfalten und damit beginnt er auch seinen größten Kredit aus Teil 1 und 2 zu verspielen: Seine Glaubwürdigkeit.

In der Folge wird Venom ziemlich am Ende des Films geboren und anstatt dem Charakter die Tiefe zu verleihen, die anderen Schurken zugebilligt wurde, ist er halt einfach da und ist halt ein wenig böse und will Spiderman töten. Über seine Fähigkeiten, sein Wissen und seinen Ursprung erfährt der Zuschauer nichts. Dabei wäre dies gerade das Interessante: Venom ist nicht per se böse, sondern verstärkt einfach das, was schon an Persönlichkeit da ist, um sich vom Adrenalin zu ernähren. Der Symbiont übernimmt andererseits das Wissen und die Fähigkeiten des Wirtes - zumindest in der Comicvorlage. Leider wird im Film kaum darauf eingegangen, sodass für jemanden ohne Hintergrundinfo vieles wie Logiklöcher vorkommen muss.

Ironischerweise wird Venom auch kein allzu grandioser Abgang gegönnt, irgendwie verdeutlicht das nur noch seine stiefmütterliche Behandlung in meinen Augen.

Der zweite Ansatz, Peter Parker, den Menschen hinter Maske zu zeigen, funktioniert hingegen bis zur Mitte des Films sehr gut, driftet aber wie oben bereits geschrieben sehr in den Kitsch ab. Gegen Ende des Films beweist er dann wieder menschliche Größe in epischen Ausmaß ohne zu kitschig zu wirken - ich für meinen Teil frage mich, wieso das Drehbuch derart unterschiedliche Qualität aufweist. Zum Schluß wurde immerhin bewiesen, dass es doch vernünftig geht.

Aber kommen wir lieber zu der Habenseite des Films: James Franco alias Harry Osborne. Die Spezialeffekte rund um den Sandman. Die Rettungsszene mit dem Baukran. Der Heiratsantrag im französischem Restaurant. Die Befreiung vom Symbionten in der Kirche.

Interessant ist außerdem, wie mit Dr. Curt Conners das Alter Ego der Echse weiter- (war schon in Teil 2 kurz zu sehen) und mit Gwen Stacy eine Konkurrentin zu Mary Jane eingeführt wird - hier werden bereits Handlungsfäden für einen evtl. vierten Teil angelegt. Andererseits hat man das Gefühl, als sei dies auch der Abschied von Spidey, was auch nahe legt, warum Venom noch unbedingt eingebaut werden sollte/musste/wollte. Ein vierter Teil würde vielleicht wieder Venom oder Carnage ins Rennen schicken und Spiderman mit Konkurrenz in Form der Schwarzen Katze konfrontieren ... aber das ist wohl nur Spekulation.

Mein persönliches Fazit ist, dass der Film in etwa gleichauf steht mit dem ersten Teil, aber im Vergleich mit Teil 2 verliert.


2. Mai 2007

[TV&Co] Sunshine

Die Sonne liegt im Sterben, der solare Winter hat die Erde fest im Griff. Nach dem Scheitern der Mission der Icarus I hat die Menschheit ihre letzten Ressourcen verbraucht, um ein neues Schiff, die Icarus II, zu bauen, die - wie ihr Schwesterschiff - ausgestattet mit einem riesigen Hitzeschild einen gigantischen Sprengsatz zur Sonne transportieren soll, um das stelare Feuer erneut zu entfachen.

Soviel zur Rahmenhandlung, die eigentlich ein gutes Setting für einen Sci-Fi-Film ist. Sehr ambitioniert geht der Film auch an die Sache, es wird viel Wert auf Physik, Technik und Logik gelegt, die ersten 40 Minuten werden die (Haupt-)Charaktere eingeführt und man kann einige wunderschöne Aufnahmen von Sonne und Raumschiff betrachten. Auch einige philosphische Fragen über das Ende der Menschheit werden kurz angerissen.

Weil das aber wohl etwas zu langweilig wäre, erhält die Crew ein Notsignal der Icarus I, die seit 6 Jahren als verschollen galt. Die Entscheidung, dass eine zweite, möglicherweise intakte Bombe die Chancen der Menschheit dramatisch erhöhen könnten, führt dazu dass einige Fehlentscheidungen getroffen werden, die die ersten Todesopfer einfordern. Das alles erfährt schließlich eine Steigerung, [Spoiler] als der einzige Überlebende der Icarus I - der mittlerweile aussieht wie Freddy Krüger - sich an Bord schleicht und die Mission aufgrund seiner Gespräche mit Gott (sic!) sabotieren will; wie er es schon mit dem ersten Schiff getan hatte [/Spoiler].

Zum Ende hin nimmt der Film zwar ordentlich Fahrt auf, das aber auf Kosten der Logik und Geschichte, wodurch der Streifen sehr stark verliert und eher wie ein Abklatsch von Event Horizont wirkt, da er seine Eigenständigkeit und seine guten Ansätze zu Gunsten des mainstreams aufgibt. So bleibt eigentlich nur festzuhalten, dass "Sunshine" auf mich einen etwas unfertigen Eindruck gemacht hat, der hinter seinen Möglichkeiten zurück bleibt.

Nachtrag: Das Prinzip eines Sonnenschildes wie er im Film beschrieben wurde, ist mir schon mal in einem Star Wars-Roman begegnet, wo riesige Schild-Schiffe am Rande des Sternsystems warten, um im Pendelbetrieb andere Raumschiffe zu einem Erzplaneten zu bringen, dessen Tagseite von drei oder vier Roten Riesen bestrahlt wird und eine sichere Passage mit unmodifizierten Schilden tötlich wäre.

28. April 2007

[Life] Naggerd für den Weltfrieden

So, hat etwas gedauert, aber hier ist er: Mein Abibericht. Standesgemäß habe auch ich noch im alten Jahrtausend die Schullaufbahn beendet, so hieß das Thema auch "Abi 99 - Kindergarten St. Clavius - Die Krabbelgruppenattacke".

Im ”normalen” Schulaltag fällt an Tim vor allem seine Arbeitsmoral auf. Wenn er zu Beginn eines Schultags erklärt, wie er sich gestern noch auf Mathe vorbereitet hat, dann klingt das meistens so: ”Ich hab` gestern Nacht noch bis halb drei versucht die vierzehn zu
lösen. Bis ich gemerkt hab`, dass des ja ohne Zurücklegen ist! Da kamen so schöne Ergebnisse wie 112,5% Wahrscheinlichkeit raus. Naja und dann hab`ich mich noch einmal an meinem Speicherstand bei Command & Conquer versucht. Die KI ist ja so grottenschlecht!
Ich hab`also erstamal mit Sandsackbarrieren...”.

Im Allgemeinen sind seine Arbeiten - vor allem die Referate - aber solide aufgebaut und gründlich recherchiert. Manchmal zu gründlich. So hat Tim z.B. in einem 45minütigen KURZreferat über ”Wallenstein” einen Meilenstein in der Germanistik gesetzt, sein Thema wirklich umfassend abgehandelt, dabei mindestens 20% des Kurses hoffnungslos überfordert
und seinen Kursleiter Herrn Ried zu dem wahrlich salomonischen Urteil inspiriert, das Referat d.h. zweieinhalb Wochen intensiver Arbeit, trotz Überschreitung des Zeitlimits nicht schlecht, sondern aufgrund des erkennbaren Arbeitsaufwandes freundlicherweise gar nicht zu
benoten. Die Tatsache, dass ich an dieser Stelle keine wie auch immer geartete Reaktion auf diese Urteil bildreich beschreiben kann, zeigt die menschliche Größe, die in Tims Charakter trotz mancher Rückschläge immer wieder aufblitzt.

Geschätzt wird er aber hauptsächlich wegen der Routine, die er im Schulalltag immer wieder unter Beweis gestellt hat. Bei Fragen wie ”Was ham wir nochmal auf?” oder ”Was meinst du, dass er dran bringt?” kann Tim fast immer weiterhelfen. Auch hat er uns so manches mal Dank seines ständigen Kontaktes mit dem Schwarzen Brett rechtzeitig über eine kurzfristig entstandene Freistunde informiert. Eigentlich könnte man die Personenbeschreibung an dieser Stelle mit einem recht klaren Bild von der Person Tim beenden, wären da nicht solche Phänomene wie die Ausschweifungen auf der KS-Fahrt nach Rom oder Tims Kurzauftritt in der Fernsehshow ”Nur die Liebe zählt”. Nach fünf Jahren gemeinsamer Schullaufbahn weiß ich nur, dass ich nicht weiß, wie diese Ereignisse ins Bild passen. Vielleicht ist es aber auch am besten, es nicht zu wissen.

  • Geburtsdatum: 27.7.79 Löwe
  • Abifächer: M, L, g, kat
  • Facharbeitsthema: Die marxistische Kritik am Imperium Romanum.
  • Berufswunsch: Bundeskanzler
  • Hobbies: Shadowrun, CCG, Fernsehen, Sci-Fi, Computer; feiern, feiern, feiern ohne Ende
  • Lebensmotto/ Witz/ Spruch: If you can't beat them, throw a cow on them.
  • So seh ich mich: Charismatischer Draufgänger mit Sinn für Humor und Hang zur Selbstironie - oder?
  • Zukunftsvision: Der Weltraum - Unendliche Weiten. Dies sind die Abenteuer des neuen Raumschiff ENTERPRISE...
  • unmittelbar nach dem Abi: Ich fahr ins Disneyland.
  • Unbedingt tun möchte ich noch: Zum "Sexiest Man Alive" gewählt werden.
  • Insel: Pam Anderson - die kann mich dann mehrmals täglich ... retten
  • Pristl: Man sollte ein Denkmal von ihm aufstellen!
  • Jahr 2000: ganz schön viele Nullen ...
  • Lieblingslehrer: Fjodor Gerdowitsch Bergmanski
  • Beste/Schlechteste am CG: + "Running Man", "Kicken", "Schwammwerfen"
    - Stundenplan

27. April 2007

[TV&Co] Indian Trash

Indian Beatles


Indian Superman




Indian Thriller



Krass.

[MISC] Hallo, wer kennt hier eigentlich wen?

M'kay, dann machen wir mal einen auf Kultur ...

Gestern war im Morph Club Anajo zu Gast für ein Konzert. Ich gehe jetzt mal davon aus, dass außer den anwesenden Bloggern und Bloggerinnen die meisten erstmal nichts mit dieser Info anfangen können[1].

Nachdem wegen "Soundproblemen" der Beginn des Konzerts um eine Stunde nach hinten verschoben wurde und man die Menge (waren doch einge gekommen für eine ordentliche Schlange - vielleicht war's auch nur der Bauzaun, der diesen Eindruck als optische Täuschung hinterließ) vor der Tür warten ließ, kam bei der Kasse die nächste Überraschung: 11 Euro Eintritt. Das empfand ich als durchaus happig für eine mir unbekannte Band, aber man experementiert ja gern (und im Falle von Russkaja hatte sich das ja auch gelohnt).

Nachdem weitere Soundproblome auftraten (oder nicht gelöst waren, Ansichtssache) kam dann eine Stunde nach Einlaß ein Mädchen namens Lydia Daher auf die Bühne als Vorprogramm[2]. Da ergab sich, dass die Soundprobleme nicht gelöst waren, die Anlage war übelst überregelt und viel zu laut. Danaben war die Performanz von Lydia ... nunja, ambitioniert. Musikalisch konnte sie schon gefallen, aber die Texte waren kompliziert, gekünstelt und in Anbetracht, dass sie eigentlich vom Poetry Slam her kommt, wenig musikalisch. Einfachrere Lyriks, die auch inhaltlich nicht zu abgehoben sind, würden wohl mehr Erfolg bringen. Sei's drum.

Nach erneutem Soundcheck und neuerlichen Ohrenschmerzen kam dann der Haupt-Gig zum A-Team-Theme auf die Bühne und legte auch gleich los. Leider viel zu laut, denn die Anlage war immer noch nicht in Ordnung. So verzogen sich Teile des Publikums auch weg von den Boxen und selbst Anajo bat immer wieder darum, doch ein wenig leiser zu drehen. Schien aber irgendwie nicht zu gehen?! Alles in allem ein sehr peinlicher Abend für den Morph Club.

Musikalisch ist Anajo irgendwie zwischen den Sportfreunden Stiller und einer Cover-Band einzuordnen - ich meine diverse Samples herausgehört zu haben[3] von Nirvana bis Weezer. Der Auftritt selber war durchaus professionell für so einen kleinen Gig, der Lead-Sänger hatte einen starren, leicht irren Blick, der Typ an zweiten Gittare bewegte sich stakkatoartig und der Drummer ... naja, der war auch da.

Im Publikum waren auch etliche Fans, die die Lieder mitsingen konnten (neben den obligatorischen Indie-Ischen und Gras-Dealern) - ich kam mir durchaus etwas überflüssig vor, da mir wie gesagt die Band bis gestern Nachmittag unbekannt war.

Als Fazit bleibt, dass es VIEL zu laut war, zu teuer weil auch relativ kurz (gegen 1 Uhr war dann auch Schluß). Die Techniker des Morph Clubs haben den Abend maßgeblich versaut. Eigentlich konnte nur meine reizende Begleitung überzeugen :-)

Anajo ist wohl noch weit entfernt vom großen Durchbruch, ist aber evtl. auf einen guten Weg. Nur ihre Gigs sollten sie sorgfältiger auswählen und auch mal früher losfahren, um den Soundcheck zu machen.

[1] Ich übrigens auch nicht, hatte noch nie von denen was gehört vorher - d.h. das ist nicht ganz richtig, siehe oben.
[2] Wie die Großen, schey!
[3] Bei der Lautstärke eine Kunst für sich.