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30. Mai 2007

[Uni] Wenn ...

... die letzte Arbeit geschrieben,
... die letzte Prüfung bestanden,
... die letzte Vorlesung besucht und
... das letzte Buch abgegeben wurde

... werdet ihr merken, dass man den Mensafraß nicht essen kann.

P.S. Das Bewertungsgutachten für die Diplomarbeit kam heute Nachmittag per e-Post an und ich muss sagen, ich bin Gerlinde überrascht über dieses doch dann postive Ereignis. Jetzt fehlt nur noch die Anerkennung der Betriebspraktika und dann muss ich mich wohl tatsächlich dem Umstand stellen, dass das Studium vorbei ist.

13. April 2007

[Uni] [Blog] Multae causae sunt bibendi

... in der Tat gibt es einiges zu feiern!

Zunächst einmal wird sich der geneigte Leser gefragt haben, was denn aus der DA geworden ist. Nun, selbige wurde vor nunmehr 10 Tagen abgegeben. Das übliche in altehrwürdiger Tradition "bis-zur-letzten-Minute-dran-arbeiten" wurde auch von mir übernommen und so war es am 3. April dann gegen 15 Uhr so weit, dass das Werk seiner Bestimmung[1] übergeben werden konnte. Damit bin ich offiziell arbeitslos.


Zum zweiten gibt es das einjährige Blogiläum zu feiern: Das offizielle Geburtsdatum liegt beim 14. April 2006 (Karfreitag). 270 Posts, über 7000 Besucher über 340 Kommentare und unzählige Rechtschreibfehler sind seitdem zustande gekommen. Nicht zu vergessen die Blogger-Community. Blog'n'Roll!

[1] ein Platz im Archiv des Prüfungsamts

2. März 2007

[Uni] Fremdschreiben

Anstatt meines Blogs füllen sich so langsam die Seiten meiner Diplomarbeit, deshalb ein kurzer Zwischenstand:
  • LaTeX geht eigentlich prima, abgesehen von Bildern - die sind etwas mühsam einzubinden,
  • der theoretische Teil über XML und zu verwendenede XML-Standards wächst und wächst und wächst,
  • ... die Spannung auch,
  • ... ebenso der Kaffeekonsum,
  • der Durchschnitt liegt bei ca. 3 Seiten am Tag, d.h. theoretisch sind noch gut 120 Seiten möglich, wovon der Richtwert allerdings bei moderaten 80 liegt,
Und nächste Woche kommt dann die Anforderungsanalyse mit der Eingrenzung der Problemfelder und ggf. Vorstellung der ersten von vier Lösungen. Schaunmermal.

24. Oktober 2006

[Uni] Sophisticated?

Heute begab ich mich zum "Mediävistischen Kolloquium im Wintersemester 2006/07" ... zum was?!

Nun ja, im Rahmen meiner geplanten DA zur Erstellung eines Tools für die Eingabe von mittelelaterlichen Texten erschien mir der Vortrag "Die Datenbank Sidaskripta: Ein Angebot zur Erfassung mehrsprachlicher Text- und Quellensammlung" irgendwie äußerst passend. Was jedoch präsentiert wurde - um jetzt mal höflich zu bleiben - war im besten Fall eine Zugabe zur entsprechenden von der DFG geförderten Promotionsstelle - integraler Teil selbiger Doktorarbeit dürfte sie meines Erachtens nach nämlich nicht sein, dafür war sie nämlich zu armselig.

(Achtung, etwas technisches Kauderwelsch jetzt:) Eine Datenbank, in der HTML-Datensätze von altfinnischen Texten aus dem 8.-12.Jh. (mehr oder weniger korrekt codiert) händisch eingegeben wurden[1], ein PHP-Skript, eine etwas billige Seite[2] mit Suchmaske und verschiedenen Suchkriterien[3]. Fertig. Ob es jetzt einfache SQL-Anweisungen mittels PHP in der Datenbanken waren oder doch eine echter Suchalgorithmus[4], blieb mir verborgen, die entsprechende Seite zum Nachschauen ist gerade down.

Weder hat man die Möglichkeit, sich originale Scans der Handschriften anzuschauen, noch gibt es viel Meta-Infos zu den Texten[2], dafür nette Spielerein mit Statistiken zur Vorkommenshäufigkeit[5] und der Möglichkeit, die Liste invertiert darzustellen[6].

Alles in allem war das ehrlich gesagt nicht viel mehr als das, was ich im letzten Wintersemester in "Multimedia: Basissysteme und Anwedungen" beim Programmieren eines kleinen PHP-Forums auch gemacht habe, ein bisschen erweitert um die Möglichkeit, einige, wenige Sonderzeichen miteingeben zu können[7].

Besonders übel fand ich an dem Vortrag übrigens, dass er abgelesen wurde und partou versucht wurde, es als Wunderwerkzeug zur Demokratisierung von Wissen anzupreisen.

Vom technischen Standpunkt aus möchte ich anmerken, dass es bestimmt den Hiwi viel Arbeit gekostet hat, das alles funktionierend zum Laufen zu bringen, aber definitiv sehr eingeschränkt und wenig zukunftssicher ist (wie gesagt, die Datensätze werden in HTML abgelegt ... das ist defintiv eine schlechte Idee, da HTML schwer zu integrieren und umzuformen ist in andere Formate, z.B. .pdf oder .doc).

Tja, was soll ich sagen? Ich schreib eine DA über ein Thema, was dem Referentem zur Diss gereicht hat und bei weitem umfangreicher und nach softwareengineermäßigen Standards geschrieben werden soll. UND dann könnte ich ohne weiteres eine Datenbank-Architektur wie diese dranhängen, weil meine Schnittstellen besser standardisiert und offener sind als jene. Tschakka!

Der Vortrag endete übrigens mit einem kurzen Überblick, wie Mediävistik-Studenten sich eine Promotionsstelle angeln können - normale Stellen gibt es für die nämlich kaum. Und seit heute kenn ich auch die näheren Umstände dieser Tatsache ...


[1] Selbst nach hartnäckigem Fragen meinerseits und einiger anderer Teilnehmer wurde zwar das Bild vermittelt, unser Doktor-in-spe hätte das selbst gemacht, aber zu technischen Realisierung wollte er dann doch lieber auf seinen praktischerweise abwesenden Hiwi verweisen ...
[2] Aus Gründen der Skalierbarkeit angeblich, da rumänische Forscher (sic! es geht um finnische Texte wohlgemerkt) u.U. nicht soviel Bandbreite für elaborierte, grafisch aufwendige Seiten haben. Sie waren noch nicht dazu gekommen, behaupte ich einfach mal.
[3] Zugegebenermaßen recht sinnvolle Einteilung meiner Meinung nach.
[4] Dafür waren die Ergebnisse beim mehrmaligen Vorführen desselben Suchbegriffes allerdings etwas zu homogen und auch zu schnell (wahlweise ist die Datenbank einfach noch nicht wirklich gefüllt); trotzdem würde mich das etwas mehr beeindrucken, weil es komplizierter ist, sowas zu programmieren.
[5] Was prinzipiell auf SQL hinweisen würde.
[6] Da waren sie so richtig stolz drauf ... *ähm, kein Scherz.
[7] Selbst Kategorien und Name (in dem Fallbeispiel wären es eben Autoren und Quelle) konnte man eingeben.

Edit: Hier der Link zum Selberanschauen: www.sidaskipti.de (nein, ich hab mich oben nicht vertippt, in der Ankündigung steht "Sidaskripta")