2. Juli 2008

[MISC] German???

Stellenbezeichnung SAP FI/CO FunktionsConfigurator.
Hauptverantwortlichkeiten:
• Als der SAP FI/CO FunktionsConfigurator bist stellst baust du ein Kernmitglied der SAP Finanzverhältnis-/Zurück-Büroimplementierung die Mannschaft, die in Planung Tätigkeiten unterstützt und Arbeit Schätzungen, sich entwickelnden funktionelle Konstruktion Spezifikationen zur Verfügung, SAP FI/CO, AP, AR, Fakturierung und Gutschrift-/Ansammlungsmodule, Prüfung, Training zusammen, und entwickelst Unterlagen.
• Liefern Analyse und stützen für IT-Projekte im Verhältnis zu den FI/CO Funktionen. FI/CO zusammenbauen, um Geschäft Bedürfnisse zu erfüllen.
• Entwurf und bauen die FI/CO Module zusammen, um den TO-BE der Organisation Prozessanblick, zusammen mit den technischen Mannschaft und Geschäftsprozess-Inhabern zu stützen.
a. Teilnehmen, an, Datenstandards zu definieren
b. Geschäftsprozesse, einschließlich die Körper- und nicht-Körperprozeßschritte definieren
c. Sicherheit Anforderungen definieren
d. Funktionale Leistungsbeschreibungen für die erforderten Formen und Reports definieren
e. Funktionale Leistungsbeschreibungen für Schnittstellen definieren
f. Die geprüft zu werden Daten und Verhandlungen kennzeichnen,
g. System Prüfung und Gültigkeitserklärung von Resultaten durchführen
h. Teilnehmen, an, das Umwandlung Diagramm zu definieren
• Erreichen einkaufen von den Geschäftsprozessinhabern und -endbenutzern
• Bereiten Training Daten vor und bereiten vor und liefern Funktionstraining an Endbenutzer oder andere Trainer
• Vorlage im Definieren von Kahlschlagplänen
• Liefern Pfostenimplementierung Unterstützung SAP FI/CO der Module einschließlich Unterstützung und Prüfung der Freigaben.
• Schnittstelle mit gewerblichen Benutzern und analysieren Geschäftsprozesse und spezifizieren,/bauen Anwendung zusammen, um jene Notwendigkeiten leistungsfähig zu stützen.
• Nehmen auf den Verbesserung der Fertigungsprozesse Mannschaften teil, die magere Managementmethodenlehren verwenden.
• Nehmen an der Lösung der Produktion Probleme teil, die die Beförderung eines Pager und der Wegstunden Unterstützung umfassen können.
• Nehmen teil, andere ERP Module an zu definieren und an zu integrieren.
• 10-15% Spielraum.



Schlüsselqualifikationen:
• Ist mehrfaches Modul strenth a plus.
• 2+ Jahre der praktischen SAP FI/CO Funktionskonfiguration Erfahrung auf Mehrfachverbindungsstelle (mindestens 2) Implementierungen und/oder Aufsteigen der großen Skala.
• Erfahrung muss Plan umfassen, um auf mehrfachen Implementierungen auf den Markt zu kommen. Mannschaft-Bleierfahrung ist ein Muss zusätzlich zur Konfiguration Erfahrung.
• Starker Geschäftsprozess und System Analyse.
• Erfahren in allen Bereichen FI und Co. starke des Produktes Kostenberechnungsachkenntnis zusätzlich zur Rentabilität Analyse und zur Bericht Erfahrung.
• Starke Zwischenpersonalfähigkeiten zu erfolgreich team mit Softwarelieferanten, auslagernpartner und internes Geschäft und SIE verbinden
• Muss in der Lage sein, als wirkungsvolles Mitglied in einer Mannschaft-orientierten Umwelt durchzuführen, eine positive Haltung beizubehalten, und erwünschte Ergebnisse beim Arbeiten mit minimaler Überwachung zu erzielen



Jetzt müsste ich nur noch wissen, was uns diese Werbesendung eigentlich sagen will?! Selbst wenn man das Technikkauderwelsch weg lässt, bleibt da nur noch eine astreine Babelfisch-Übersetzung. Peinlich.

29. Juni 2008

[Blog] Neues Spielzeug

... naja, zumindest für mich als Regiesseur im Hintergrund: Ich kann jetzt Postings gezielt später absetzen und nicht nur sofort veröffentlichen mit falschem Datum:

Kommt zwar so gut wie nie vor *hüstel* - aber trotzdem schön, dass nach fast zwei Jahren mal wieder was von Blogspot verbessert wurde.

28. Juni 2008

[MISC] Canyon Defense


Und wieder mal so ein Zeittotschläger (Bild = Link). Ziel des Spiels ist es, eine perfekte Verteidigungsanlage zu bauen, inklusive Atombombe (die interessanterweise intelligent genug ist, nur feindliche Einheiten anzugreifen) und Lasergeschützen (später).

Ich empfehle die erste Karte und den Level "hard", da es hier mehr Angriffswellen gibt und man in Ruhe fertig forschen kann. Ansonsten zeichnet dieses Spiel vor allem eines aus: Man versteht sofort und intuitiv das Spielprinzip.
Wie Tetris oder Super Mario Bros. muss man nicht lange überlegen oder schwierige Tastenkombinationen lernen (im Gegentum, es wird ausschließlich per Maus gespielt) lernen und kann sofort loslegen. Langzeitspaß ist ebenso garantiert, da man immer wieder neue Strategien ausprobieren kann. Also eine Art Sim City für Zwischendurch, bloß gewalttätiger ;-)

26. Juni 2008

[MISC] WIENALE! OH-OH!!


Und wieder einmal standen die Türken kurz vor Wien, konnten vom deutschen Entsendeheer aber in allerletzter Minute gestoppt werden ... HUMBA!!

23. Juni 2008

[TV&Co] Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui

Der Schoß ist fruchtbar noch, aus dem das kroch.

Auf dem Spielplan des Staatstheaters Nürnberg steht im Sommer 2008 das Brecht-Stück "Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui" - Grund genug, sich das Spiel einmal anzusehen.

Inhaltlich ist "Arturo Ui" eine Parabel auf den Aufstiegs Hitlers, episch verfremdet ins Milieu der Gangsterzeit der Prohibition der 20er Jahre in Chicago. Bemerkenswert an dem Stück ist, dass es 1941(!) im finnischen Exil geschrieben wurde und dass Brecht erst beim Schreiben die Ähnlichkeit der Gangstermethoden Al Capones und dem brutalen Vorgehen Hitlers und seiner Schergen auffiel. Dennoch wird Hitler als Witzfigur der Lächerlichkeit preisgegeben - die Frage ob dies zulässig ist, füllt viele Meter der Literaturwissenschaft und wird vermutlich niemals endgültig gelöst werden.

Interessant ist das Spiel von Verführung und verführt werden, soll der Zuschauer - gemäß Theorie des epischen Theaters - eine kritische, reflektierte Distanz wahren, andererseits die Zusammenhänge des großen Ver-Führers nachempfinden können. Ich persönlich denke, dass hierbei der große Reiz des Stückes liegt, diesen Spagat zu schaffen.

Die Inszenierung in Nürnberg nun macht Ui/Hitler zu Beginn vor allem eines: Lächerlich - vom eigenen Versagen gepeinigt, von den eigenen Anhängern bedroht und vom finanziellen Ruin gefährdet. Das Problem daran ist jedoch, dass die Darstellung des Hitlers sehr stark an die Figur des Goethes Mephisto angelegt ist. Getrieben durch die Umstände entwickelt die Figur eine Willensstärke, der die anderen Figuren nichts entgegenzusetzen haben. Hitler als klassisches Universalgenie?! Das erscheint mir mehr als fragwürdig.

Beginnt das Stück noch als launige Gangstergeschichte, kommt irgendwann nach der Pause der Bruch. Sowohl inhaltlich als auch inszenatorisch tritt immer stärker der Nazi-Bezug hervor und gipfelt im Auftritt der Schauspieler in scharzen Nazi-Uniformen und Ui in der entsprechenden hellbraunen "Führerkluft" - unweigerlich werden Assoziation zu Chaplins "Großer Dikatator" wach in diesem Moment.

Hier ist auch mein größter Kritikpunkt: Ich kann mir nicht vorstellen, dass Brecht das Ende des Stücks als (wortwörtlich!) todernsten Auftritt geplant hatte. Auch gibt die Inszenierung keinen Aufschluß darüber (evtl. wurde zu viel gekürzt?), warum plötzlich alle diese Veränderung durchmachen. Bei Ui mag man das noch einigermaßen aufgrund der historischen Kenntnisse des Publikums nachvollziehen können, aber warum die Figur des Givola/Goebbels in einem Moment noch den Al Capone-Killer gibt, der sich über sein Opfer amüsiert und im nächsten Moment seine Maske fallen lässt, bleibt unerklärlich. Die Satire wird nicht aufrecht erhalten, die Allegorie durchbrochen. Zum Schluß steht Hitler und nicht Ui auf der Bühne.

Das mag zwar durchaus clever sein, dem Publikum aufzuzeigen, dass der Clown seine Maske fallen lässt. Aber damit wird den Zuschauern auch die kritische Reflexion abgenommen, die Moral wird vorgekaut, man muss sie nur noch schlucken, was bleibt ist die Katharsis. Natürlich könnte man behaupten, man möchte genau aufzeigen mit dieser Inszenierung, wie groß der Schock war, als das Ausmaß Hitlers plötzlich ins Bewußtsein drängt. Aber ich kann mir wirklich nicht beim besten Willen vorstellen, dass Brecht das in seinem Stück so angelegt hat, dafür war es ihm viel zu wichtig, Hitler lächerlich zu machen, dafür war die Inszenierung auch viel zu sehr auf Slapstick ausgelegt lange Zeit. Daneben wird für meinen Geschmack auch die Leni Riefenstahl-Optik zu sehr gemolken.

Was bleibt also? Zunächst einmal das phantastische Bühnenbild, bestehend aus Holzboxen und Containern, die je nach Szenerie umgeschoben und sogar geöffnet werden konnten. Das Licht und die musikalische Untermalung war perfekt abgestimmt. Gefallen hat mir die Darstellung der Figur des Roma und Givola. Der Höhepunkt war sicherlich die Gerichtsverhandlung, bei der die Schauspieler ihr komödiantisches Talent beweisen durften. Besonders gut hat mir die Figur der Betty Dullfeet gefallen, deren Rolle mir zuvor im historischen Kontext zwar klar war, deren Impakt auf der Bühne jedoch noch sehr viel härter und brutaler ist, als ich mir das zuvor vorstellen konnte.
Überschattet wird das freilich von der etwas seltsam gespielten Figur des Ui, dem harten Ende, das zu wenig Interpretationsfreiraum lässt und zu sehr die Nazi-Karte ausspielt.

10. Juni 2008

[Life] HH

Letzte Woche war ich für 4 Tage in Hamburg auf Schulung (AC205: Einzelabschluß). Leider blieb wenig Zeit, sich die Stadt anzuschauen, immerhin dauerte der Kurs nur vier Tage bzw. drei Übernachtungen.

Zudem ist Hamburg eine einzige Großbaustelle momentan wie mir scheint. Was Berlin in den 90ern war, ist heute Hamburg. An allen Ecken wird gebaut, was das Zeug hält, werden Glaspaläste hochgezogen, Straßen neu anglegt und öffentliche Plätze geschaffen - hauptsächlich betroffen ist die Speicherstadt und "Hafencity", wo auch die Schulung stattfand.
Trotz des Baubooms kann ich mir momentan allerdings vorstellen, dass dort wirklich ein Raum geschaffen wird, in dem es sich lohnt zu leben. Zwar sieht das alles ganz schick und modern aus, liegt auch am Wasser und genügt wohl allen Komfortansprüchen des frühen 21. Jahrhunderts ... trotzdem wird "Hafencity" durch die Speicherstadt vom Rest Hamburgs abgetrennt. Um zur Innenstadt zu gelangen müsste man schon gut eine halbe Stunde durch die Speicherstadt laufen - und dort werden nach 18 Uhr die Gehsteige hochgeklappt, was eine durchaus düstere und unheimliche Atmosphäre erzeugt, wenn man nachts an diesen Gründerzeit-Gebäuden vorbeiwandelt. Darüberhinaus scheint mir die architektonische Halbwertszeit mancher Gebäude doch recht gering, in 10 Jahren wird das alles vielleicht schon als veraltet gelten.
Und letztlich wirkt der ganze Stadtteil sehr steril, da er offenbar am Reißbrett entwurfen wurde.

Ganz anders das Gebiet um mein Hotel herum, das am Hauptbahnhof lag. Hier ist die Demarkationslinie nämlich zwischen Füßgängerzone mit vielen (teuren) Geschäften und dem Straßenstrich. Als ich gegen 19 Uhr abends einmal die nähere Umgebung erkunden wollte, räumten die meist türkischen oder indischen Händler ihre Waren auf und der Schichtwechsel mit den Prostituierten begann.

Erschreckend war für mich, welches Elend sich da auftat. Statt RTL2-mäßigen Edelnutten oder romatisch verkitschten Pretty Women standen dort vor Stundenhotels und Pornokinos Frauen, die der Begriff "abgefucked" treffender nicht beschreiben könnte - und ich meine das noch nicht mal respektlos, sondern eher mit Mitleid. Ich hatte bisher noch keinen Straßenstrich gesehen (jaja, in einer Kleinstadt aufgewachsen ...), aber dass es derart schlimm ist, war dann doch eine sehr große Überraschung. Noch grotesker war nur die Vorstellung, wer die Dienste dieser Frauen in Anspruch nehmen würde ... inwieweit Vernunft und Sexualtrieb hier kollidieren und welche Implikationen das alles nach sich zieht, soll an dieser Stelle nicht diskutiert werden.

Abschließend muss noch gesagt werden, dass die direkte Hamburger Schnodderschnauze sich sehr gut mit der zugegebenermaßen etwas verschlossenen fränkischen Art scheinbar gut versteht: Der Informationsaustausch läuft reibungslos und niemand fühlt sich von der direkten unhöflichen Art des anderen angegriffen, im Gegenteil - man kriegt, was man will und das auch noch recht schnell.

30. Mai 2008

[TV&Co] Comic-Salon 2008


Vom 22.-25. Mai fand der Comic-Salon wieder einmal in Erlangen statt. Das besondere daran ist, diese Veranstaltung ist eine Biennale - und es ist die größte und wichtigste Fachmesse der sequentiellen Bilderkunst.

Für mich war es nach einer Pause 2006 der insgesamt fünfte Comic-Salon mittlerweile. Nach den Boomjahren um 1998 folgte 2000 bekanntlichermaßen ein Zusammenbruch des Marktes, dessen am deutlichlichst spürbare Konsequenz die Insolvenz des Dino Verlages war sowie die Vereinigung der Marvel- und DC Comics-Lizenzen unter Panini.

So spiegelte sich die Branche auch immer im Comic-Salon wieder; war der Größenwahnsinn 1998 dann im Jahr 2002 einer neuen Bescheidenheit (und einem deutlichen Preisverfall!) gewichen. Interessant ist in diesem Zusammenhang auch der Aufstieg von Mangas, die mittlerweile von allen großen Verlagen ins Programm aufgenommen wurden - lediglich Panini, die unter dem Label "Planet Manga" dieselbigen vertreiben, hielten es wohl für unnötig, Mangas mitzubringen. Weshalb ich darauf eingehe? Nun, ich gedachte, mir die neueste deutsche Ausgabe von Berserk zu holen, die just am 22. Mai hätte erscheinen sollen.

Was auffiel, war der hohe Anteil an deutschen Künstlern, die vertreten war. Auch hatten einige Unis Stände aufgebaut. Sehr sehenswert waren die Kostüme des Cosplay-Wettbewerbs (irgendwie ein sehr weibliches Hobby anscheinend?! Nur gut, dass viele Anime-Heldinnen so wenig Stoff am Leibe tragen ^_^).

Am Samstag gab es dann die traditionelle Sammlerbörse am "Neuen Markt". Leider war ich da nicht erfolgreich, was zum einen an meiner nicht sonderlich guten Vorbereitung lag (welcher Spawn fehlt jetzt eigentlich noch??), zum anderen am Nichtvorhandensein eines Albums, das mir nach wie vor fehlt: 2001 Nights, Teil 6.

Sehr lustig war die Idee, für Besucher gratis ein Stickeralbum herauszugeben, für das an allen Ständen kleine Aufkleber auslagen. Natürlich war das nicht das einzige Merchandising, so hab ich tonnenweise Papier und give-aways mitgenommen. Zuviel, um es bis jetzt zu sortieren ;-)

Insgesamt hat sich der Comic-Salon sehr gelohnt, wenngleich ich zugeben muss, dass mein Hunger auf Comics in den letzten Jahren beständig gesunken ist. Eigentlich lese ich nur noch eine Serie (s.o.) - und selbst die erscheint nur alle 4-6 Monate, da man mittlerweile zu nah an der Veröffentlichung der Originale ist. So, und jetzt mal ein wenig bei ebay stöbern und schauen, welche Bände eigentlich noch von Darkness fehlen ...

28. Mai 2008

[TV&Co] Indy 4


Kultikonen gibt es im Kino gar viele, man denke da nur an den Terminator, Rocky oder eben auch Indiana Jones - und Hollywood wäre nicht Hollywood, wenn es keine Fortsetzungen erfolgreicher Filme gäbe.

Um es gleich mal vorwegzunehmen: Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels kann es nicht mit den Vorgängern aufnehmen, wirkt sogar etwas eigenwillig bis fremd und fällt somit nicht nur zeitlich aus der Reihe.

Auffällig sind die vielen Modernisierungen, gleich zu Beginn fällt v.a. der fehlenden Prolog (Südamerika-Tempel mit Kugel, Nachtclub-Intermezzo, Young Indy) und das fehlende Indy-Logo auf. Irgendwie scheint man auch sonst eher auf Tempelritter-Action á la Cage oder Fantasy-Elemente á la Mumie geschielt zu haben, die das Gepann Spielberg/Lucas wohl als zeitgemäßer empfanden. Die ständigen Anspielungen darauf, keine "Grabräuber" (= Tomb Raider) zu sein, macht die Sache auch nicht besser, man hätte sich vielleicht auf seine eigenen Wurzeln besinnen sollen.

Die Handlung ist eigentlich nach den ersten 30 Minuten leider allzu sehr vorhersehbar. Gab es bei den alten Indy-Filmen immer noch etwas Neues, Größerers zu entdecken, geht die Handlung recht stringent voran, Geheimnisse werden sofort gelöst, Fragen sogleich beantwortet. Sogar das Finale wird komplett erklärt, womit das Mythische und Geheimisvolle auch verloren geht

Auch die Bösen können das seichte Spektakel nicht so ganz retten, selbst Cate Blanchett kommt eher verwirrt denn diabolisch daher, auch hier muss man also Abstriche in Kauf nehmen.

Die Frage, die sich wirklich stellt: Warum ausgerechnet diese Geschichte? Im Vorfeld hieß es immer wieder, die lange Pause (18 Jahre!) sei dem Drehbuch geschuldet, das dem Trio Spielberg/Lucas/Ford nicht gefallen haben soll. Warum dann ausgerechnet diese Geschichte ausgewählt wurde, ist mir schleierhaft, zumal mit "Indiana Jones and the Fate of Atlantis" oder "Indiana Jones und die Legende der Kaisergruft" deutlich bessere Storys schon vorlagen.

Sehenswert ist der Film vor allem wegen Harrison Ford, einigen sehr gelungenen Anspielungen auf frühere Teile, dem 50er-Jahre-Flair (hätte man noch weiter ausbauen können) und einer genialen Fechtszene auf zwei fahrenden Autos (im Kino sollte sowieso wieder mehr gefechtet werden).

Fazit: Wie bei Terminator und allen Batman-Filmen ohne Beteilung von Tim Burton wird es in ein paar Jahren heißen: "Naja, bis auf den letzten Teil sind die Filme einfach nur geil."
(6/10)

25. Mai 2008

[Life] Towel Day

Ein Handtuch ist so ungefähr das Nützlichste, was der interstellare Anhalter besitzen kann. Einmal ist es von großem praktischem Wert – man kann sich zum Wärmen darin einwickeln, wenn man über die kalten Monde von Jaglan Beta hüpft; man kann an den leuchtenden Marmorsandstränden von Santraginus V darauf liegen, wenn man die berauschenden Dämpfe des Meeres einatmet; man kann unter den so rot glühenden Sternen in den Wüsten von Kakrafoon darunter schlafen; man kann es als Segel an einem Minifloß verwenden, wenn man den trägen, bedächtig strömenden Moth-Fluss hinuntersegelt, und nass ist es eine ausgezeichnete Nahkampfwaffe; man kann es sich vors Gesicht binden, um sich gegen schädliche Gase zu schützen oder dem Blick des Gefräßigen Plapperkäfers von Traal zu entgehen (ein zum Verrücktwerden dämliches Vieh, es nimmt an, wenn du es nicht siehst, kann es dich auch nicht sehen – bescheuert wie eine Bürste, aber sehr, sehr gefräßig); bei Gefahr kann man sein Handtuch als Notsignal schwenken und sich natürlich damit abtrocknen, wenn es dann noch sauber genug ist.

Was jedoch noch wichtiger ist: ein Handtuch hat einen immensen psychologischen Wert. Wenn zum Beispiel ein Strag (Strag = Nicht-Anhalter) dahinter kommt, dass ein Anhalter sein Handtuch bei sich hat, wird er automatisch annehmen. er besäße auch Zahnbürste, Waschlappen, Seife, Keksdose, Trinkflasche, Kompass, Landkarte, Bindfadenrolle, Insektenspray, Regenausrüstung, Raumanzug usw, usw. Und der Strag wird dann dem Anhalter diese oder ein Dutzend andere Dinge bereitwilligst leihen, die der Anhalter zufällig gerade »verloren« hat. Der Strag denkt natürlich, dass ein Mann, der kreuz und quer durch die Galaxis trampt, ein hartes Leben führt, in die dreckigsten Winkel kommt, gegen schreckliche Übermächte kämpft, sich schließlich an sein Ziel durchschlägt und trotzdem noch weiß, wo sein Handtuch ist, eben ein Mann sein muss, auf den man sich verlassen kann.


Douglas Adams: Per Anhalter durch die Galaxis
mehr zum Towel Day ...

21. Mai 2008

[TV&Co] Hamlet

Die geneigte Leserschaft kennt meinen Hang zum Filmkritirezensieren, an dieser Stelle nun ein Versuch, über ein Theaterstück eine Meinung zu formulieren.

Vorneweg, es geht um nichts geringeres als Shakespeares Hamlet, vermutlich eines der wichtigsten und komplexesten Stücke, die das Abendland hervorbrachte. Für einen etwas tiefgründigeren Einstieg sei deshalb auch auf die englische Wiki verwiesen, die sehr viel umfangreicher auf das Drama und seine Theatergeschichte eingeht.

Die Geschichte
Die Handlung dürfte bekannt sein, um aber näher auf die Inszenierung eingehen zu können, hier noch mal ein kurzer Abriß: Hamlets Vater wird von Claudius, dem Bruder Königs und Hamlets Onkel demzufolge, heimtückisch getötet. Claudius heiratet Hamlets Mutter und bestätigt Hamlets Anwärterschaft auf die Thronfolge. Hamlet kann die Hochzeit (immerhin einen Monat nach dem Tod des Vaters) seiner Mutter nicht verzeihen und zieht sich vom Hofleben zurück.
Um Mitternacht erscheint Hamlet der Geist seines Vater, der ihm den Mord enthüllt und zur Rache auffordert. Hamlet ist hin- und hergerissen, weiß nicht, ob es nur ein Einbildung ist oder Realität ist, und beschließt, nach außen hin den Wahnsinnigen zu geben.
Dieser Wahnsinn kommt für den Hofstaat etwas unvermittelt, wird aber der Zurückweisung durch Ophelia, um die sich Hamlet vor dem Tod des Vaters bemühte zugeschrieben.
Als eine Theatergruppe den Hof erreicht, inszeniert Hamlet mit ihrer Hilfe den Königsmord, um aus der Reaktion Claudius' Gewissheit zu erlangen, ob die Gespenstererscheinung die Wahrheit gesprochen hat. Der Plan gelingt, doch Hamlet verzweifelt an der Bürde nach wie vor.
Durch eine Verwechslung tötet Hamlet Ophelias Vater, Polonius, und wird nach England geschickt. Dort soll er von gedungenen Mördern, die Claudius angeheuert hat, eigentlich beseitigt werden, doch gelingt ihm eine unbeschadete Rückkehr nach Dänemark. Ophelia stirbt - inzwischen durch den Tod des Vaters geistig verwirrt. Ehe Hamlet Claudius jedoch stellen kann, fordert Laertes, Sohn des Polonius und Bruder von Ophelia, den ehemaligen Jugendfreund zum Duell - eine Intrige seitens Claudius, der Laertes den wahren Mörder seines Vaters enthüllt.
Das Duell endet für alle Beteiligten inklusive Claudius und Hamlets Mutter tödlich, sodass das Königshaus Dänemarks mit einem Streich ausgelöscht wird.

Die Inszenierung
Da das Theater Erlangen nur über ein recht kleines Ensemble verfügt, das Stück jedoch über viele Sprechrollen verfügt, musste die Inszenierung einige Lösungen finden. Unglaublich gut gelöst wurde dabei die Aufführung der Schauspieltruppe, die Claudius überführen sollte. Die Mitgliederwurden gleichzeitig durch die "echten" Charaktere gespielt - die Aufführung selbst dann wurde ins Publikum gelegt, sodass man die Reaktion des Claudius und Hofstaates nur sah ohne die eigentlich Aufführung.
Das Bühnenbild war komplett in weiß gehalten, die Figuren trugen schwarze Kostüme, was zu einem scherenschnitthaften, sehr grafisch orientierten Bild führte. Die alles beherrschende Treppe wird zum integralen Bestandteil des Spiels.

Die Frage, wie man Hamlet heutzutage spielen kann, wurde auf recht eigenwillige, satirische Art und Weise beantwortet: In bester Terry Pratchett-Manier. Der Ernst der Tragödie bietet Verlockung, ständig und dauernd parodistische Einlagen einzustreuen. Zu verführerisch ist es scheinbar, das Drama zu durchbrechen und Monkey Island-esque die Handlung aufzulockern. Irgendwie hat man das Gefühl, man sieht eine Aufführung, in der sarkastische Kommentare der Generation X (eigentlich Generation Golf, dazu später mehr) eingearbeitet wurden, die über das Stück lästern. Das Problem daran ist jedoch dreierlei:
Zum einen durchbricht man die Erwartungshaltung des Zuschauers, zum zweiten nimmt man ihm die Möglichkeit, dem Stück selbst mit Sarkasmus zu begegnen und drittens zertrümmert man die Katharsis. Und das zugegebenrmaßen recht unterhaltsam.
Man bekommt also weniger eine klassische Tragödie serviert, sondern eine Art "Scary Hamlet", bei dem v.a. der Kunstbetrieb - von Aktions-"Kunst!" bis zu Sido - sein Fett abkriegt.

Nach dem Stück gab es noch die Gelegenheit mit dem Regisseur und dem Dramaturgen in kleiner Runde über das Stück zu sprechen. Dabei kam heraus, dass der Einbau der Komik zum großen Teil nicht von vornherein beabsichtigt war, sondern sich im Laufe der Proben ergab - für mich gleichzeitig eine interessante Erkenntnis, dass Theater bei weitem nicht so streng und monolithisch ist, sondern ein sehr kreativer und schneller Prozess.
Des weiteren wurde versucht, auf den Generationenkonflikt einzugehen, Hamlet als eine Art Kommentar/Reaktion zur Generation Golf auf die Väter der 68er Revolution ... ich persönlich konnte das aus dem Stück nicht herauslesen, gleichwohl schien es dem Dramaturgen sehr wichtig gewesen zu sein. Zum dritten nahm man sich Hamlet als ein "Stück Theater über Theater" als Thema an, etwas, das dann in den parodistischen Einlagen (s.o.) immer wieder aufkam.

Fazit
Alles in allem war der Theaterabend kurzweilig und sehr unterhaltsam. Bei mir wurde aber auch das Verlangen geweckt, eine klassische Inszenierung zu sehen, die weit über das hinausgeht, was diese Inszenierung leisten konnte/wollte - denn trotz aller übergelagerter Komik entwickelt das Stück eine unglaubliche Kraft und Präsenz, bei er sich lohnt, sich intensiver damit zu beschäftigen, geht es doch um zentrale Fragen, die ein Individuum umtreiben: Um Schuld und Sühne, Rache und Vergebung, Wahnsinn und Logik, Sein oder Nichtsein.

7. Mai 2008

[TV&Co] I am Ironman


Etwas spontan ging es gestern in die neueste Verfilmung eines legendären Comichelden: Iron Man.

Zunächst mal: Der Film macht Spass. Wo Spiderman nicht so recht in Fahrt kommt, Batman in einer grottigen Synchro versinkt und die Fantastic Four sich vom Silver Surfer die Schau stehlen lassen, macht Iron Man einfach Laune. Und das liegt v.a. an Robert Downey Jr., der den Playboy und Multimilliardär Tony Stark mit so einer Selbstironie und stimmig gibt, dass es schwer vorstellbar ist, wäre dieser Part an Nick Cage oder gar Tom Cruise gegangen.

Die lakonischen Kommentare seiner Alter Egos nehmen dem Film den Ernst, den viele Comicverfilmungen anstreben - und dabei gnadenlos baden gehen, weil Männer in Strumpfhosen nun mal in der Realität einfach bescheuert aussehen. So wird immer eine feine Balance zwischen dem Comichaften und dem Ernsthaften gewahrt, weder zu albern noch zu moralinsauer.

Der Film konzentriert sich ganz auf seine Hauptfigur und das ist auch gut so - bringt allerdings den unschönen Nebeneffekt mit sich, dass ein richtiger Bösewicht erst sehr spät (trotzdem sehr schöner twist in der Geschichte) auftaucht, dessen Wandlung man allerdings nicht so ganz nachvollziehen mag als Zuschauer. Auch der Showdown zum Schluß wirkt etwas seltsam, erinnert er doch eher an einen Kampf aus Transformers als an eine epische Auseinandersetzung.

Nichtsdestotrotz strotzt das Marveluniversum nur so vor Leben, bis in die kleinste Nebenrolle tauchen (mehr oder weniger) bekannte Figuren auf (deshalb sollte man auch bis zum Ende sitzen bleiben, kleiner Tipp).

Iron Man zählt bestimmt zu den besseren Comicverfilmungen seit langem und macht Lust auf mehr. Robert Downey Jr. hat ja schon signalisiert, dass ihm es nicht ausmachen würde, noch mehr Teile zu machen und letzten Endes wartet man auch sehnsüchtig auf Iron Mans Erzfeind, den Mandarin.

Grandios und stimmig ist die letzte Einstellung, in der auch die klassische Catchphrase die Schlusspointe setzt: I am Iron Man.

(8/10)