25. Mai 2008

[Life] Towel Day

Ein Handtuch ist so ungefähr das Nützlichste, was der interstellare Anhalter besitzen kann. Einmal ist es von großem praktischem Wert – man kann sich zum Wärmen darin einwickeln, wenn man über die kalten Monde von Jaglan Beta hüpft; man kann an den leuchtenden Marmorsandstränden von Santraginus V darauf liegen, wenn man die berauschenden Dämpfe des Meeres einatmet; man kann unter den so rot glühenden Sternen in den Wüsten von Kakrafoon darunter schlafen; man kann es als Segel an einem Minifloß verwenden, wenn man den trägen, bedächtig strömenden Moth-Fluss hinuntersegelt, und nass ist es eine ausgezeichnete Nahkampfwaffe; man kann es sich vors Gesicht binden, um sich gegen schädliche Gase zu schützen oder dem Blick des Gefräßigen Plapperkäfers von Traal zu entgehen (ein zum Verrücktwerden dämliches Vieh, es nimmt an, wenn du es nicht siehst, kann es dich auch nicht sehen – bescheuert wie eine Bürste, aber sehr, sehr gefräßig); bei Gefahr kann man sein Handtuch als Notsignal schwenken und sich natürlich damit abtrocknen, wenn es dann noch sauber genug ist.

Was jedoch noch wichtiger ist: ein Handtuch hat einen immensen psychologischen Wert. Wenn zum Beispiel ein Strag (Strag = Nicht-Anhalter) dahinter kommt, dass ein Anhalter sein Handtuch bei sich hat, wird er automatisch annehmen. er besäße auch Zahnbürste, Waschlappen, Seife, Keksdose, Trinkflasche, Kompass, Landkarte, Bindfadenrolle, Insektenspray, Regenausrüstung, Raumanzug usw, usw. Und der Strag wird dann dem Anhalter diese oder ein Dutzend andere Dinge bereitwilligst leihen, die der Anhalter zufällig gerade »verloren« hat. Der Strag denkt natürlich, dass ein Mann, der kreuz und quer durch die Galaxis trampt, ein hartes Leben führt, in die dreckigsten Winkel kommt, gegen schreckliche Übermächte kämpft, sich schließlich an sein Ziel durchschlägt und trotzdem noch weiß, wo sein Handtuch ist, eben ein Mann sein muss, auf den man sich verlassen kann.


Douglas Adams: Per Anhalter durch die Galaxis
mehr zum Towel Day ...

21. Mai 2008

[TV&Co] Hamlet

Die geneigte Leserschaft kennt meinen Hang zum Filmkritirezensieren, an dieser Stelle nun ein Versuch, über ein Theaterstück eine Meinung zu formulieren.

Vorneweg, es geht um nichts geringeres als Shakespeares Hamlet, vermutlich eines der wichtigsten und komplexesten Stücke, die das Abendland hervorbrachte. Für einen etwas tiefgründigeren Einstieg sei deshalb auch auf die englische Wiki verwiesen, die sehr viel umfangreicher auf das Drama und seine Theatergeschichte eingeht.

Die Geschichte
Die Handlung dürfte bekannt sein, um aber näher auf die Inszenierung eingehen zu können, hier noch mal ein kurzer Abriß: Hamlets Vater wird von Claudius, dem Bruder Königs und Hamlets Onkel demzufolge, heimtückisch getötet. Claudius heiratet Hamlets Mutter und bestätigt Hamlets Anwärterschaft auf die Thronfolge. Hamlet kann die Hochzeit (immerhin einen Monat nach dem Tod des Vaters) seiner Mutter nicht verzeihen und zieht sich vom Hofleben zurück.
Um Mitternacht erscheint Hamlet der Geist seines Vater, der ihm den Mord enthüllt und zur Rache auffordert. Hamlet ist hin- und hergerissen, weiß nicht, ob es nur ein Einbildung ist oder Realität ist, und beschließt, nach außen hin den Wahnsinnigen zu geben.
Dieser Wahnsinn kommt für den Hofstaat etwas unvermittelt, wird aber der Zurückweisung durch Ophelia, um die sich Hamlet vor dem Tod des Vaters bemühte zugeschrieben.
Als eine Theatergruppe den Hof erreicht, inszeniert Hamlet mit ihrer Hilfe den Königsmord, um aus der Reaktion Claudius' Gewissheit zu erlangen, ob die Gespenstererscheinung die Wahrheit gesprochen hat. Der Plan gelingt, doch Hamlet verzweifelt an der Bürde nach wie vor.
Durch eine Verwechslung tötet Hamlet Ophelias Vater, Polonius, und wird nach England geschickt. Dort soll er von gedungenen Mördern, die Claudius angeheuert hat, eigentlich beseitigt werden, doch gelingt ihm eine unbeschadete Rückkehr nach Dänemark. Ophelia stirbt - inzwischen durch den Tod des Vaters geistig verwirrt. Ehe Hamlet Claudius jedoch stellen kann, fordert Laertes, Sohn des Polonius und Bruder von Ophelia, den ehemaligen Jugendfreund zum Duell - eine Intrige seitens Claudius, der Laertes den wahren Mörder seines Vaters enthüllt.
Das Duell endet für alle Beteiligten inklusive Claudius und Hamlets Mutter tödlich, sodass das Königshaus Dänemarks mit einem Streich ausgelöscht wird.

Die Inszenierung
Da das Theater Erlangen nur über ein recht kleines Ensemble verfügt, das Stück jedoch über viele Sprechrollen verfügt, musste die Inszenierung einige Lösungen finden. Unglaublich gut gelöst wurde dabei die Aufführung der Schauspieltruppe, die Claudius überführen sollte. Die Mitgliederwurden gleichzeitig durch die "echten" Charaktere gespielt - die Aufführung selbst dann wurde ins Publikum gelegt, sodass man die Reaktion des Claudius und Hofstaates nur sah ohne die eigentlich Aufführung.
Das Bühnenbild war komplett in weiß gehalten, die Figuren trugen schwarze Kostüme, was zu einem scherenschnitthaften, sehr grafisch orientierten Bild führte. Die alles beherrschende Treppe wird zum integralen Bestandteil des Spiels.

Die Frage, wie man Hamlet heutzutage spielen kann, wurde auf recht eigenwillige, satirische Art und Weise beantwortet: In bester Terry Pratchett-Manier. Der Ernst der Tragödie bietet Verlockung, ständig und dauernd parodistische Einlagen einzustreuen. Zu verführerisch ist es scheinbar, das Drama zu durchbrechen und Monkey Island-esque die Handlung aufzulockern. Irgendwie hat man das Gefühl, man sieht eine Aufführung, in der sarkastische Kommentare der Generation X (eigentlich Generation Golf, dazu später mehr) eingearbeitet wurden, die über das Stück lästern. Das Problem daran ist jedoch dreierlei:
Zum einen durchbricht man die Erwartungshaltung des Zuschauers, zum zweiten nimmt man ihm die Möglichkeit, dem Stück selbst mit Sarkasmus zu begegnen und drittens zertrümmert man die Katharsis. Und das zugegebenrmaßen recht unterhaltsam.
Man bekommt also weniger eine klassische Tragödie serviert, sondern eine Art "Scary Hamlet", bei dem v.a. der Kunstbetrieb - von Aktions-"Kunst!" bis zu Sido - sein Fett abkriegt.

Nach dem Stück gab es noch die Gelegenheit mit dem Regisseur und dem Dramaturgen in kleiner Runde über das Stück zu sprechen. Dabei kam heraus, dass der Einbau der Komik zum großen Teil nicht von vornherein beabsichtigt war, sondern sich im Laufe der Proben ergab - für mich gleichzeitig eine interessante Erkenntnis, dass Theater bei weitem nicht so streng und monolithisch ist, sondern ein sehr kreativer und schneller Prozess.
Des weiteren wurde versucht, auf den Generationenkonflikt einzugehen, Hamlet als eine Art Kommentar/Reaktion zur Generation Golf auf die Väter der 68er Revolution ... ich persönlich konnte das aus dem Stück nicht herauslesen, gleichwohl schien es dem Dramaturgen sehr wichtig gewesen zu sein. Zum dritten nahm man sich Hamlet als ein "Stück Theater über Theater" als Thema an, etwas, das dann in den parodistischen Einlagen (s.o.) immer wieder aufkam.

Fazit
Alles in allem war der Theaterabend kurzweilig und sehr unterhaltsam. Bei mir wurde aber auch das Verlangen geweckt, eine klassische Inszenierung zu sehen, die weit über das hinausgeht, was diese Inszenierung leisten konnte/wollte - denn trotz aller übergelagerter Komik entwickelt das Stück eine unglaubliche Kraft und Präsenz, bei er sich lohnt, sich intensiver damit zu beschäftigen, geht es doch um zentrale Fragen, die ein Individuum umtreiben: Um Schuld und Sühne, Rache und Vergebung, Wahnsinn und Logik, Sein oder Nichtsein.

7. Mai 2008

[TV&Co] I am Ironman


Etwas spontan ging es gestern in die neueste Verfilmung eines legendären Comichelden: Iron Man.

Zunächst mal: Der Film macht Spass. Wo Spiderman nicht so recht in Fahrt kommt, Batman in einer grottigen Synchro versinkt und die Fantastic Four sich vom Silver Surfer die Schau stehlen lassen, macht Iron Man einfach Laune. Und das liegt v.a. an Robert Downey Jr., der den Playboy und Multimilliardär Tony Stark mit so einer Selbstironie und stimmig gibt, dass es schwer vorstellbar ist, wäre dieser Part an Nick Cage oder gar Tom Cruise gegangen.

Die lakonischen Kommentare seiner Alter Egos nehmen dem Film den Ernst, den viele Comicverfilmungen anstreben - und dabei gnadenlos baden gehen, weil Männer in Strumpfhosen nun mal in der Realität einfach bescheuert aussehen. So wird immer eine feine Balance zwischen dem Comichaften und dem Ernsthaften gewahrt, weder zu albern noch zu moralinsauer.

Der Film konzentriert sich ganz auf seine Hauptfigur und das ist auch gut so - bringt allerdings den unschönen Nebeneffekt mit sich, dass ein richtiger Bösewicht erst sehr spät (trotzdem sehr schöner twist in der Geschichte) auftaucht, dessen Wandlung man allerdings nicht so ganz nachvollziehen mag als Zuschauer. Auch der Showdown zum Schluß wirkt etwas seltsam, erinnert er doch eher an einen Kampf aus Transformers als an eine epische Auseinandersetzung.

Nichtsdestotrotz strotzt das Marveluniversum nur so vor Leben, bis in die kleinste Nebenrolle tauchen (mehr oder weniger) bekannte Figuren auf (deshalb sollte man auch bis zum Ende sitzen bleiben, kleiner Tipp).

Iron Man zählt bestimmt zu den besseren Comicverfilmungen seit langem und macht Lust auf mehr. Robert Downey Jr. hat ja schon signalisiert, dass ihm es nicht ausmachen würde, noch mehr Teile zu machen und letzten Endes wartet man auch sehnsüchtig auf Iron Mans Erzfeind, den Mandarin.

Grandios und stimmig ist die letzte Einstellung, in der auch die klassische Catchphrase die Schlusspointe setzt: I am Iron Man.

(8/10)

29. April 2008

[Life] nuDevDI' Hoch He *rom* wIghoS

... das war Klingonisch.

Wer das übersetzten kann, dem ist
a) nicht mehr zu helfen oder hat
b) ein gutes Übersetzungsprogramm oder weiß
c) was ich demnächst tun werde.

In diesem Sinne:
*rom*Daq SoHtaHvIS Doch Huqbogh *rom*nganpu' yIHuq

22. April 2008

[Blog] 2+1

Gestern wurde dieser Blog zwei Jahre alt, also wieder mal Zeit, ein wenig zu resümieren und der Academy zu danken. Deshalb enige Standardphrasen ;-)

  • Zum einen hätte ich beim Start natürlich nie gedacht, so lange zu bloggen
  • Nie wäre mir in den Sinn gekommen, soviele neue Leute durch's Bloggen kennenzulernen
  • Ich bin immer noch erstaunt, wer alles meinen Blog mehr oder weniger regelmäßig liest
  • Es ist unglaublich, wie sehr sich mein Textverständnis und meine Fähigkeit zur Textproduktion verbessert hat
  • Natürlich gab es Durchhänger, viele nicht realisierte Posts und noch mehr Stöckchen, die unbeantwortet blieben. Und Rechtschreibfehler.
  • Dieser Blog soll werbefrei bleiben (abgesehen von blogspot selber, wetter.com, snapshots oder blogcounter *öhm)
  • Zum Schluß möchte ich noch alle grüßen, die mich kennen.
Insgesamt hat sich in den letzten zwei Jahren viel verändert; das Studium ging zu Ende, das Berufsleben begann und auch privat gab es große Veränderungen. Beim Lesen älterer Beiträge kommt manchmal schon eine gewisse Art der Nostalgie auf und gleichzeitig fungiert dieser Blog auch ein wenig als Privatarchiv, in dem ein Teil meiner Gedankenwelt abgespeichert ist; Dinge, die mich interessier(t)en, beschäftig(t)en oder mir passier(t)en.

Den geneigten Lesern recht herzlichen Dank für die Aufmerksamkeit. Und der google (Bilder-)Suche für die vielen Clicks ...

16. April 2008

[Life] Soundtrack of Life

So, jetzt hat diese Beitragsreihe auch endlich einen Namen.

Heute: Save Tonight, Eagle Eye Cherry.

1997 war in gewisser Art ein besonderes Jahr, da es das letzte "reguläre" Schuljahr vor der Kursphase war; gleichwohl war die 11. Klasse ja auch schon der Oberstufe zugeordnet und irgendwie bekam man von allen Seiten gesagt, man würde zur zukünftigen Elite (sic!) gehören. Was das bedeuten sollte und ob solche Aussagen bei manchem zu Druck oder Hybris geführt hat, sei mal dahingestellt, ebenso wie der Wahrheitsgehalt. Whatever.

1997 war aber auch das Jahr, in dem ich meine alte Clique gegen neue Freunde ausgetauscht habe, ein Vorgang, der aus der Retrospektive vielleicht etwas nüchtern daherkommt, aber mir damals viel Kopfzerbrechen bereitet hat, kam es doch gleich einem Ausbruch aus dem alten sozialen Umfeld in ein neues gleich - im Nachhinein eine der besten Entscheidungen, es war damals jedoch nicht so ganz klar, wohin die Reise gehen würde.

Der Schnittpunkt lässt sich sogar an einem ganz bestimmten Tag festmachen und zu diesem Tag gehört das besagte Lied. An jenem Tag im Frühjar 1997 war ich mit meiner alten Clique im "PP" (danach "Hörsaal", jetzt "U"). Der Club (wenn man den Laden denn so bezeichnen möchte) war damals eine angesagte Adresse, konnte man dort doch ohne Probleme bis in die frühen Morgenstunden feiern und danach nach Hause laufen. Ein Umstand, der in Bamberg und ohne fahrbaren Untersatz damals zwei nicht zu unterschätzende Assets war. Die Clique hatte sich damals stark verändert, einige neue Leute kamen zum festen Kreis hinzu und die ersten (wortwörtlich!) Freundinnen ebenso. An jenem Abend also ging die Gruppe dorthin und zwei meiner Freunde haben sich hemmunglos besoffen in der Tequila-Happy-Hour. So sehr, dass wir beide nach Hause schleppen mussten. In der Wohnung angekommen, wurden sie abgelegt in Schlafzimmer bzw. Badezimmer und der Rest saß noch etwas gelangweilt im Wohnzimmer herum und schaute MTV. Die Erfahrung des Abends zusammen mit dem Gefühl, absolut nicht (mehr) dazuzugehören, war überwältigend. Und dann spielte auf MTV "Save Tonight". Es war das erste Mal, dass ich dieses Lied hörte.

Ich weiß heute, dass es eigentlich ein Liebeslied ist, aber der Text bekam eine andere Bedeutung für mich, nämlich dass dies das letzte Mal sein sollte, dass ich mit meiner alten Clique unterwegs war; mit ehemaligen Freunden, die nun mehr Schulkollegen oder Bekannte geworden waren, mit denen außer einer gemeinsamen Vergangenheit aber nichts mehr gemein war. An diesem Abend haben sich die Wege getrennt. An der Tür wurde ich von einem Mädchen noch gefragt, ob ich denn nicht bleiben wolle, aber ich bin gegangen - but girl you know I've got to go.

Go on and close the curtains
'cause all we need is candlelight
You and me and the bottle of wine
and hold you tonight

Well, we know I'm going away
And how I wish, I wish it weren't so
so take this wine and drink with me
let's delay our misery...

Save tonight
fight the break of dawn
Come tomorrow
Tomorrow I'll be gone

There's a log on the fire
and it burns like me for you
Tomorrow comes with one desire..
to take me away

It ain't easy to say goodbye
darling please don't start to cry
'cause girl you know I've got to go
and Lord I wish it wasn't so

Tomorrow comes to take me away
I wish that I, that I could stay
but girl you know I've got to go, oh
and Lord I wish it wasn't so

14. April 2008

[TV&Co] Failblog


... mehr davon.

[TV& Co] Wegwerfen verboten!

Dieser heise-Artikel von heute morgen beschäftigt sich mit den Anstrengungen der Musikindustrie in den USA, u.a. das Wegwerfen von Promo-CDs zu verbieten. Klingt absurd, aber in den USA werden bekanntlich die allerseltsamsten Entscheidungen bei Gericht gefällt, das wissen wir nicht erst seit Picket Fences, Matlock oder Ally McBeal. Und natürlich ist das ganze - USAesque - nicht zum Schutz der Umwelt.

Lustig ist der Gedanke trotzdem, v.a. wenn man ihn weiterspinnt:
Wenn also das Vernichten der Tonträger strafbar ist (weil man eine Lizenz damit verletzt), ist es dann nicht konsequenterweise auch so, dass man Musik nicht mehr von seinem Rechner löschen darf? Selbst wenn diese aus einer illegalen Tauschbörse stammt?! Fragen über Fragen ...

11. April 2008

[Blog] 365!

Oder: Was hat Rousseau mit Bloggen zu tun?!


In Kleinigkeiten zeigt sich der Charakter.
(Jean-Jacques Rousseau)


Auf die nächsten 365 Beiträge!

[TV&Co] Feine Ironie

Ein RSS-Feed ist was tolles, noch toller ist es, dass man auf der Arbeit nebenher ab und an mal einen Blick darauf werfen kann, ohne dass man gleich die gesamte Seite aufrufen muss (sofern ein RSS-Feed angeboten wird). Spiegel-online bietet das bspw. an und da las ich folgendes:


Man beachte die feine Ironie, die durch die Syndizierung der ersten beiden Artikel entsteht ...

1. April 2008

[Life] What the heck ...?!

Nachdem ich es endlich geschafft hatte, im Vorvormonat zur örtlichen Finanzbehörde vor Arbeitsbeginn mich aufzuraffen begeben, um meine Pendlerpauschale auf meine Lohnsteuerkarte eintragen zu lassen, galt es, den Gehaltszettel mit einiger Vorfreude abzuwarten. Immerhin prophezeihte mir die Dame vom Amt 182 Euro Steuererleichterung.

Bei 60km einfach und 20 Arbeittagen pro Monat komme ich bei einem durchschnittlichen Verbrauch von 7,5l auf 100km zwar auf 180l Benzin pro Jahreszwölftel - aber besser als nix schien es mir dann doch allemal.

ABER. Da habe ich die Rechnung wohl ohne den Staat gemacht (wortwörtlich). Denn ich zahle auf die Pendlerpauschale Steuern (sic!). Der Betrag wird vom Bruttogehalt abgezogen, das dann als Grundlage für die Steuer(neu)berechnung dient und dann vom eigentlichem Bruttogehalt aubezogen wird; bei Steuerklasse I bleiben dann gerade mal noch ganze 106 Euro übrig. Bei einem Spritpreis um die 1,37 Euro/l (in einigen Jahren wird man sich das womöglich gar nicht mehr vorstellen können, wie billig das damals war) versteh ich den ganzen Ärger um die Pendlerpauschale wirklich nicht - jedwege Erhöhung kommt doch eh bloß versteuert an, der Rest ist pure Augenwischerei. Gnah!

Ok, ok, es ist besser als "nix", aber irgendwie hab ich trotzdem das Gefühl, dass es sich dem eher annähert als davon Abstand nimmt ...