22. April 2008

[Blog] 2+1

Gestern wurde dieser Blog zwei Jahre alt, also wieder mal Zeit, ein wenig zu resümieren und der Academy zu danken. Deshalb enige Standardphrasen ;-)

  • Zum einen hätte ich beim Start natürlich nie gedacht, so lange zu bloggen
  • Nie wäre mir in den Sinn gekommen, soviele neue Leute durch's Bloggen kennenzulernen
  • Ich bin immer noch erstaunt, wer alles meinen Blog mehr oder weniger regelmäßig liest
  • Es ist unglaublich, wie sehr sich mein Textverständnis und meine Fähigkeit zur Textproduktion verbessert hat
  • Natürlich gab es Durchhänger, viele nicht realisierte Posts und noch mehr Stöckchen, die unbeantwortet blieben. Und Rechtschreibfehler.
  • Dieser Blog soll werbefrei bleiben (abgesehen von blogspot selber, wetter.com, snapshots oder blogcounter *öhm)
  • Zum Schluß möchte ich noch alle grüßen, die mich kennen.
Insgesamt hat sich in den letzten zwei Jahren viel verändert; das Studium ging zu Ende, das Berufsleben begann und auch privat gab es große Veränderungen. Beim Lesen älterer Beiträge kommt manchmal schon eine gewisse Art der Nostalgie auf und gleichzeitig fungiert dieser Blog auch ein wenig als Privatarchiv, in dem ein Teil meiner Gedankenwelt abgespeichert ist; Dinge, die mich interessier(t)en, beschäftig(t)en oder mir passier(t)en.

Den geneigten Lesern recht herzlichen Dank für die Aufmerksamkeit. Und der google (Bilder-)Suche für die vielen Clicks ...

16. April 2008

[Life] Soundtrack of Life

So, jetzt hat diese Beitragsreihe auch endlich einen Namen.

Heute: Save Tonight, Eagle Eye Cherry.

1997 war in gewisser Art ein besonderes Jahr, da es das letzte "reguläre" Schuljahr vor der Kursphase war; gleichwohl war die 11. Klasse ja auch schon der Oberstufe zugeordnet und irgendwie bekam man von allen Seiten gesagt, man würde zur zukünftigen Elite (sic!) gehören. Was das bedeuten sollte und ob solche Aussagen bei manchem zu Druck oder Hybris geführt hat, sei mal dahingestellt, ebenso wie der Wahrheitsgehalt. Whatever.

1997 war aber auch das Jahr, in dem ich meine alte Clique gegen neue Freunde ausgetauscht habe, ein Vorgang, der aus der Retrospektive vielleicht etwas nüchtern daherkommt, aber mir damals viel Kopfzerbrechen bereitet hat, kam es doch gleich einem Ausbruch aus dem alten sozialen Umfeld in ein neues gleich - im Nachhinein eine der besten Entscheidungen, es war damals jedoch nicht so ganz klar, wohin die Reise gehen würde.

Der Schnittpunkt lässt sich sogar an einem ganz bestimmten Tag festmachen und zu diesem Tag gehört das besagte Lied. An jenem Tag im Frühjar 1997 war ich mit meiner alten Clique im "PP" (danach "Hörsaal", jetzt "U"). Der Club (wenn man den Laden denn so bezeichnen möchte) war damals eine angesagte Adresse, konnte man dort doch ohne Probleme bis in die frühen Morgenstunden feiern und danach nach Hause laufen. Ein Umstand, der in Bamberg und ohne fahrbaren Untersatz damals zwei nicht zu unterschätzende Assets war. Die Clique hatte sich damals stark verändert, einige neue Leute kamen zum festen Kreis hinzu und die ersten (wortwörtlich!) Freundinnen ebenso. An jenem Abend also ging die Gruppe dorthin und zwei meiner Freunde haben sich hemmunglos besoffen in der Tequila-Happy-Hour. So sehr, dass wir beide nach Hause schleppen mussten. In der Wohnung angekommen, wurden sie abgelegt in Schlafzimmer bzw. Badezimmer und der Rest saß noch etwas gelangweilt im Wohnzimmer herum und schaute MTV. Die Erfahrung des Abends zusammen mit dem Gefühl, absolut nicht (mehr) dazuzugehören, war überwältigend. Und dann spielte auf MTV "Save Tonight". Es war das erste Mal, dass ich dieses Lied hörte.

Ich weiß heute, dass es eigentlich ein Liebeslied ist, aber der Text bekam eine andere Bedeutung für mich, nämlich dass dies das letzte Mal sein sollte, dass ich mit meiner alten Clique unterwegs war; mit ehemaligen Freunden, die nun mehr Schulkollegen oder Bekannte geworden waren, mit denen außer einer gemeinsamen Vergangenheit aber nichts mehr gemein war. An diesem Abend haben sich die Wege getrennt. An der Tür wurde ich von einem Mädchen noch gefragt, ob ich denn nicht bleiben wolle, aber ich bin gegangen - but girl you know I've got to go.

Go on and close the curtains
'cause all we need is candlelight
You and me and the bottle of wine
and hold you tonight

Well, we know I'm going away
And how I wish, I wish it weren't so
so take this wine and drink with me
let's delay our misery...

Save tonight
fight the break of dawn
Come tomorrow
Tomorrow I'll be gone

There's a log on the fire
and it burns like me for you
Tomorrow comes with one desire..
to take me away

It ain't easy to say goodbye
darling please don't start to cry
'cause girl you know I've got to go
and Lord I wish it wasn't so

Tomorrow comes to take me away
I wish that I, that I could stay
but girl you know I've got to go, oh
and Lord I wish it wasn't so

14. April 2008

[TV&Co] Failblog


... mehr davon.

[TV& Co] Wegwerfen verboten!

Dieser heise-Artikel von heute morgen beschäftigt sich mit den Anstrengungen der Musikindustrie in den USA, u.a. das Wegwerfen von Promo-CDs zu verbieten. Klingt absurd, aber in den USA werden bekanntlich die allerseltsamsten Entscheidungen bei Gericht gefällt, das wissen wir nicht erst seit Picket Fences, Matlock oder Ally McBeal. Und natürlich ist das ganze - USAesque - nicht zum Schutz der Umwelt.

Lustig ist der Gedanke trotzdem, v.a. wenn man ihn weiterspinnt:
Wenn also das Vernichten der Tonträger strafbar ist (weil man eine Lizenz damit verletzt), ist es dann nicht konsequenterweise auch so, dass man Musik nicht mehr von seinem Rechner löschen darf? Selbst wenn diese aus einer illegalen Tauschbörse stammt?! Fragen über Fragen ...

11. April 2008

[Blog] 365!

Oder: Was hat Rousseau mit Bloggen zu tun?!


In Kleinigkeiten zeigt sich der Charakter.
(Jean-Jacques Rousseau)


Auf die nächsten 365 Beiträge!

[TV&Co] Feine Ironie

Ein RSS-Feed ist was tolles, noch toller ist es, dass man auf der Arbeit nebenher ab und an mal einen Blick darauf werfen kann, ohne dass man gleich die gesamte Seite aufrufen muss (sofern ein RSS-Feed angeboten wird). Spiegel-online bietet das bspw. an und da las ich folgendes:


Man beachte die feine Ironie, die durch die Syndizierung der ersten beiden Artikel entsteht ...

1. April 2008

[Life] What the heck ...?!

Nachdem ich es endlich geschafft hatte, im Vorvormonat zur örtlichen Finanzbehörde vor Arbeitsbeginn mich aufzuraffen begeben, um meine Pendlerpauschale auf meine Lohnsteuerkarte eintragen zu lassen, galt es, den Gehaltszettel mit einiger Vorfreude abzuwarten. Immerhin prophezeihte mir die Dame vom Amt 182 Euro Steuererleichterung.

Bei 60km einfach und 20 Arbeittagen pro Monat komme ich bei einem durchschnittlichen Verbrauch von 7,5l auf 100km zwar auf 180l Benzin pro Jahreszwölftel - aber besser als nix schien es mir dann doch allemal.

ABER. Da habe ich die Rechnung wohl ohne den Staat gemacht (wortwörtlich). Denn ich zahle auf die Pendlerpauschale Steuern (sic!). Der Betrag wird vom Bruttogehalt abgezogen, das dann als Grundlage für die Steuer(neu)berechnung dient und dann vom eigentlichem Bruttogehalt aubezogen wird; bei Steuerklasse I bleiben dann gerade mal noch ganze 106 Euro übrig. Bei einem Spritpreis um die 1,37 Euro/l (in einigen Jahren wird man sich das womöglich gar nicht mehr vorstellen können, wie billig das damals war) versteh ich den ganzen Ärger um die Pendlerpauschale wirklich nicht - jedwege Erhöhung kommt doch eh bloß versteuert an, der Rest ist pure Augenwischerei. Gnah!

Ok, ok, es ist besser als "nix", aber irgendwie hab ich trotzdem das Gefühl, dass es sich dem eher annähert als davon Abstand nimmt ...


13. März 2008

[Life] Everybody's Free To Wear Sunscreen

Wie manchmal schon geschehen - der geneigte Leser kennt es vielleicht schon - poste ich gerne mal Songs, die nachhaltig und wichtig für mich waren oder sind. Heute:

Baz Luhrmann, Everybody's Free (To Wear Sunscreen)

Als das Lied 1999 herauskam, wurde es mir von einem Bekanntem zwar ans Herz gelegt, aber erst viel später (2001) sah ich des nachtens das Video auf MTV - und seit jener Nacht zählt es zu meinen Lieblingsliedern.

Und ja, es handelt sich um den Baz Luhrmann von Stricly Ballroom und Romeo+Julia.

Musikalisch kann man es wohl nicht gerade ein Meisterwerk nennen, letztlich wird ja noch nicht mal gesungen, sondern gesprochen. Aber der Inhalt ... trifft viele Dinge sehr präzise und jedesmal beim Anhören fühlt man sich ein kleines bisschen erwachsener und klüger als zuvor.

Eine persönliche Note erhält der Text auch noch, da die "class of '99" adressiert wird - was einen leichte Melancholie doch auslöst hier und da, zugegeben.

Ganz zu schweigen davon, dass es sehr viele Situationen gibt, in denen man aus den Lyrics Zitate schöpfen kann. In diesem Sinne: Dance…even if you have nowhere to do it but in your own living room.

Ladies and Gentlemen of the class of '99...

Wear Sunscreen

If I could offer you only one tip for the future, sunscreen would be it. The long term benefits of sunscreen have been proved by scientists whereas the rest of my advice has no basis more reliable than my own meandering experience…I will dispense this advice now.

Enjoy the power and beauty of your youth; oh nevermind; you will not understand the power and beauty of your youth until they have faded. But trust me, in 20 years you'll look back at photos of yourself and recall in a way you can't grasp now how much possibility lay before you and how fabulous you really looked….You're not as fat as you imagine.

Don't worry about the future; or worry, but know that worrying is as effective as trying to solve an algebra equation by chewing bubblegum. The real troubles in your life are apt to be things that never crossed your worried mind; the kind that blindside you at 4pm on some idle Tuesday.

Do one thing everyday that scares you

Sing

Don't be reckless with other people's hearts, don't put up with people who are reckless with yours.

Floss

Don't waste your time on jealousy; sometimes you're ahead, sometimes you're behind…the race is long, and in the end, it's only with yourself.

Remember the compliments you receive, forget the insults; if you succeed in doing this, tell me how.

Keep your old love letters, throw away your old bank statements.

Stretch

Don't feel guilty if you don't know what you want to do with your life…the most interesting people I know didn't know at 22 what they wanted to do with their lives, some of the most interesting 40 year olds know still don't.

Get plenty of calcium.

Be kind to your knees, you'll miss them when they're gone.

Maybe you'll marry, maybe you won't, maybe you'll have children, maybe you won't, maybe you'll divorce at 40, maybe you'll dance the funky chicken on your 75th wedding anniversary…what ever you do, don't congratulate yourself too much or berate yourself either – your choices are half chance, so are everybody else's. Enjoy your body, use it every way you can…don't be afraid of it, or what other people think of it, it's the greatest instrument you'll ever own..

Dance…even if you have nowhere to do it but in your own living room.

Read the directions, even if you don't follow them.

Do NOT read beauty magazines, they will only make you feel ugly.

Get to know your parents, you never know when they'll be gone for good.

Be nice to your siblings; they are the best link to your past and the people most likely to stick with you in the future.

Understand that friends come and go,but for the precious few you should hold on. Work hard to bridge the gaps in geography in lifestyle because the older you get, the more you need the people you knew when you were young.

Live in New York City once, but leave before it makes you hard; live in Northern California once, but leave before it makes you soft.

Travel.

Accept certain inalienable truths, prices will rise, politicians will philander, you too will get old, and when you do you'll fantasize that when you were young prices were reasonable, politicians were noble and children respected their elders.

Respect your elders.

Don't expect anyone else to support you. Maybe you have a trust fund, maybe you have a wealthy spouse; but you never know when either one might run out.

Don't mess too much with your hair, or by the time it's 40, it will look 85.

Be careful whose advice you buy, but, be patient with those who supply it. Advice is a form of nostalgia, dispensing it is a way of fishing the past from the disposal, wiping it off, painting over the ugly parts and recycling it for more than it's worth.

But trust me on the sunscreen...

7. März 2008

[TV&Co] Auslandseinsatz: Kampfgeschwader für den Balkan


Deutschland liefert einen Beitrag, wenn es in Belgrad unruhig wird.

[MISC] The day google stood still

Seit gestern ca. 15 Uhr ist google.com nicht erreichbar.

Naja, das ist teilweise nicht ganz richtig: Für einen gewissen Teil derer, deren Provider auf der die ein oder andere Weise über die Telekom sein Geschäft abwickelt (z.B. 1&1), besteht das Problem.

Da stellen sich natürlich diverse Fragen:
  • Ist evtl. ein Tiefseekabel irgendwo in Thüringen gerissen?
  • Werden Stichleitungen für das Bundesinnenministerium gelegt?
  • Hat Microsoft heute Nacht "updates" verschickt?
  • Hat jemand Kaffee in einen Cisco-Switch geschüttet?
  • Proben Telekomiker für den 1. April?
  • Hat die Matrix einen Riss?
Scheinbar handelt es sich doch um ein DNS-Problem, denn die IP ist nach wie vor vorhanden.

Strange.