16. Februar 2008

[Blog] Multae causae sunt scribendi

HA!

Heute war offensichtlich wieder mal google-crawl-Tag und deshalb wurde mein Archiv durchsucht und indiziert. Der geneigte Leser fragt sich vermutlich, woher ich das weiß: Im Hintergrund des Blogs laufen einige tools, die die Besucher des Blogs registrieren und zuordnen können - teilweise zumindest.

Und in diesem Fall halt google. Und das interessante ist, dass mein Blog für den Eintrag vom 13. April im pagerank erstaunlich hoch geklettert ist für die Suchanfrage "multae causae sunt bibendi": Wenn das nicht mal ein Grund zum trinkenfeiern ist!

<klugscheiß>
Für die Nicht-Lateiner: "Multae causae sunt scribendi" heißt "Es gibt viele Gründe, zu schreiben". scribendi ist ein Gerundiv in prädikativer Verwendung. Just the case.
</klugscheiß>

15. Februar 2008

[MISC] Billy und die Klonosaurier

Bei diesem Artikel muss ich an folgende Szene denken:

Skinner: Endlich habe ich die Zeit, das zu tun, was ich schon immer wollte - einen berühmten Roman schreiben. Meine Geschichte spielt in einem futuristischen Freizeitpark, in dem Dinosaurier, durch moderne Klonungstechniken wieder zum Leben erweckt werden und das unter dem Titel:" Billy und die Klonosaurier".

Apu: Das kann doch wohl nicht ihr ernst sein. Erst kommen sie auf eine Idee, die längst in Büchern und Filmen verarbeitet wurde - und dann bekommt das Ganze noch einen Titel, der niemandem gefällt. Haben Sie in letzter Zeit die Bestsellerlisten verfolgt? Es war einer der erfolgreichsten Filme aller Zeiten. Was denken Sie sich dabei? - Vielen Dank, beehren Sie uns bald wieder.
(Simpsons, 5x19)


Aber irgendwie erinnert das alles doch sehr an "The Sixth Day". Krass.

10. Februar 2008

[MISC] Holz 2.0

Zu den großen Freuden meiner Kindheit gehörte es, dann und wann die Holzeisenbahn (ein Oxymoron!) aufzubauen. Zwar waren die Kurvenradien starr, die Gleisführung wenig flexibel und einige Bahnschranken bekam der Hund zwischen die Zähne, aber im Großen und Ganzen verbinde ich damit glückliche Nachmittage.

Insofern sprang mir ein sp.on-Artikel letzte Woche sofort ins Auge (aua!), den ich so nicht wieder im digitalen Nirvana verschwinden lassen will. Es geht darum, dass die Traditionsfirma Brio eine neue Serie auf den Markt gebracht hat:
Die Networkers. Das hat nichts mit studivz oder openbcxing zu tun, sondern soll der frühkindlichen Erziehung dienen; um genau zu sein, soll dem Nachwuchs spielerisch nahegebracht werden, wie das Internet funktioniert, wie Mails verschickt werden, was Viren (siehe rechts) anstellen können und warum man eine Datenautobahnpolizei braucht.

Das Lustige daran ist, dass ich diese Holzeiesenbahn schon mal in einem Schaukasten bei Toy'r'us gesehen hatte und zuerst dachte, es handele sich um eine SciFi-Eisenbahn oder so.

Nach eingehendem Studium der einzelenen Brio-Sets und -Modelle muss ich allerdings sagen, dass der pädagogische Aspekt wohl eher fraglich ist. Nichtsdestotrotz wird es Kinder nicht davon abhalten, damit zu spielen so wie ich es einst getan habe. Und das ist gut so. Bei soviel Nostalgie frage ich mich unwillkürlich, wo eigentlich meine alte Holzeisenbahn abgeblieben ist ... immerhin hatte die so ne tolle Ziehbrücke und mit Holzbausteinen konnte man da ne prima Schwebebahn mit bauen ...

[MISC] Bei der Geburt getrennt (Teil X)

8. Februar 2008

[MISC] Kein Alkohol ist auch keine Lösung

Da hört man gelegentlich beim Autofahren Radio und muss sich folgende Nachricht anhören:

Die 0,5 Promille-Grenze wird in der Schweiz wieder aufgehoben. Ab dem 1.Juni 08 beträgt für Autofahrer der zulässige Alkoholgrenzwert wieder 0.8 Promille. Wie eine gesamtschweizerische Studie der ETH Zürich ergeben hat, hat die Unfallhäufigkeit seit Einführung der 0,5 %o-Grenze stark zugenommen. Auffällig sei, dass speziell zur späten Stunde und an Wochenenden, die mittel- bis schweren Unfälle eine noch nie dagewesene Zahl erreichten.
Abklärungen der Polizei haben ergeben, dass die Ursache darin liege, dassseit dem 1. Januar die Männer nicht mehr alkoholisiert heimfahren, sondern sich von ihren Frauen abholen lassen.

Neue Züricher Zeitung vom 23.08.07


Jetzt verfügt die NZZ über ein recht ansehnliches online-Archiv, in dem nichts darüber zu finden ist; zudem schleudert google noch eine gleichlautende Meldung von 2005 heraus ... scheint wohl eine Zeitungsente (zu neudeutsch: Hoax) zu sein. Schön, dass die Redaktion soviel Zeit in eine sorgfältige Recherche gesteckt hat. Wenn ich groß bin, mach ich doch noch nen Watchblog auf ;-)

21. Januar 2008

4. Januar 2008

[Life] Feucht-fröhlich

... geht 2008 weiter: Die Armatur in der Küche leckt. Um genauzusein (und nach etlichem Ausprobieren - Aufwischen - Nachschauen - Ausprobieren - Aufwischen - Nachschauen - usw.) konnte ich rausfinden, dass der Rausziehschlauch (oder wie das Ding heißt) ein kleines Loch oberhalb des Gegengewichtes hat.

Man könnte eigentlich meinen, dass ein armierter Schlauch, der zudem kaum benützt wird (weil ich den Schlauch so gut wie nie rausziehe, weil sich das Teil gerne am Abflußrohr verhakt; und außerdem recht sinnlos ist, weil man ja so ne Rausziehbrause eh so gut wie nie braucht (Feuer?!)), eigentlich nicht einfach so anfängt Wasser zu lassen.

Naja, der Klempner kommt nachher vorbei und schaut es sich an.

3. Januar 2008

[Life] Klare, nichtalkoholische Flüssigkeit

... Wasser!

Nachdem durch einiges Ungemacht um nicht zu sagen, der innere Schweinehund war's mal wieder meine Schwimmaktivitäten sich im letzten Sommer der allesnichtsagenden Null angenähert hatten, war ich immer wieder mal in letzter Zeit am Überlegen, welchen Alternativsport ich stattdessen machen könnte.

Zumal sich die Frage stellt, wie das mit dem Job und dem Pendeln gestalten solle. Wie immmer in solchen Fällen, ist die Antwort so banal, simpel und offensichtlich wie der sprichwörtliche, sich hinter den Bäumen versteckende Wald: Das Bamberger Hallenbad. Zwar nicht mehr das allerneueste (immerhin Baujahr 1967), auch nicht das allermordernste und schon gar nicht das allersicherste (vor ein paar Jahren musste das Schwimmbad geschlossen werden, als der Schnee auf dem Dach die ganze Konstruktion fast zum Einstürzen brachte), aber trotzdem ziehen. Dass diese bloß 25m pro Bahn aufweisen und überdies einen Nichtschwimmerbereich mit 1,30m Tiefe war bisher immer das Gegenargument gewesen, allerdings hat sich das im Praxistest nicht negativ ausgewirkt. Petri Heil!

2. Januar 2008

[Life] 2007 war ...

In guter alter Tradition wird ein Jahresrückblicksstöckchen fällig. Und das lag (und lag) bei der paule 'rum, weswegen ich es mal aufhebe.

  1. Zugenommen oder abgenommen?
    Zugenommen. Muss wohl an Frage 2 liegen.
  2. Haare länger oder kürzer?
    Länger. Viel länger.
  3. Kurzsichtiger oder weitsichtiger?
    ... oder schlechter?!
  4. Mehr kohle oder weniger?
    Zum Ende hin mehr, zu Anfang war auch noch was da, mittendrin war's nicht so prickelnd.
  5. Mehr ausgegeben oder weniger?
    Mehr. Wer sonst soll denn für den Aufschwung sorgen?
  6. Mehr bewegt oder weniger?
    Anders. Insgesamt gesehen wohl weniger, dafür monotoner und nicht gesünder. Rein sportlich gesehen hat das Knie halt dieses Jahr ziemlich wenig zugelassen.
  7. Der hirnrissigste Plan?
    Mit dem Bus 10h nach Paris fahren. Damit dieser Plan jedoch nicht als der hirnrissigste in die Geschichte eingeht, stehen 2008 dann 15h nach Rom an.
  8. Die gefährlichste Unternehmung?
    Schon mal versucht, einem wilden Stier eine Spülbürste in die Hand zu drücken??
  9. Der beste Sex?
    no comment ;-)
  10. Die teuerste Anschaffung?
    Rein theoretisch das Sofa, allerdings gehört das buchhalterisch zu 2006. Gefühlt am teuersten war mein neuer Frontscheibenwischer, der aufgrund eines Defekts einer(!) kleinen (!!!) Dichtung am Gestänge komplett getauscht werden musste. Scheiß Teil.
  11. Das leckerste Essen?
    Pillmeni.
  12. Das beeindruckendste Buch?
    XML in a nutshell. Schon lustig das Buch zu lesen, bei dem alle abgeschrieben haben. ALLE. Dann noch Winnie der Pu. Zu mehr hats leider nicht gereicht, nach der Diplomarbeit wollte ich erstmal nix mehr lesen.
  13. Die beste CD?
    ... auch nach längerem Nachdenken fällt mir dazu alles und nichts ein.
  14. Das schönste Konzert?
    Das da. Zwar ohne mich, aber definitiv.
  15. Die meiste Zeit verbracht mit?
    3 Monate Diplomarbeit. 6 Monate Jobsuche. Abwasch.
  16. Die schönste Zeit verbracht mit?
    N
  17. Vorherrschendes Gefühl 2007?
    Liebe, Müdigkeit und Stress.
  18. 2007 zum ersten Mal getan?
    Studium beendet. Steuern gezahlt.
  19. 2007 nach langer Zeit wieder getan?
    Hilfe angenommen.
  20. Drei Dinge, auf die ich gut hätte verzichten können?
    Die Sache mit der einen LaTeX-Schriftart bei der DA, der Jobsuchmarathon, lädiertes Knie, Schlafmangel.
  21. Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?
    Dass alles gut wird. Ist nicht immer leicht, um genau zu sein sogar recht kompliziert, aber ich bin immer noch fest davon überzeugt.
  22. Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?
    Kurz nach Weihnachten ist diese Frage schwer zu beantworten. Aber ich denke, meine Liebe, meine Aufmerksamkeit und meine Zeit.
  23. Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?
    Das gleiche.
  24. Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?
    Es war leise. Ich habe es aber gehört.
  25. Der schönste Satz, den ich zu jemandem gesagt hab?
    Betriebsgeheimnis.
  26. 2007 war mit einem Wort?
    Turbulent.

10. Dezember 2007

[Life] Weihnachtsrätsel

Weihnachtsrätsel


Es waren einmal ein perfekter Mann und eine perfekte Frau. Sie begegneten sich, und da ihre Beziehung perfekt war, heirateten sie. Die Hochzeit war einfach perfekt. Und ihr Leben zusammen war selbstverständlich ebenso perfekt.

An einem verschneiten, stürmischen Weihnachtsabend fuhr dieses perfekte Paar eine kurvenreiche Strasse entlang, als sie am Strassenrand jemanden bemerkten, der offenbar eine Panne hatte. Da sie das perfekte Paar waren, hielten sie an, um zu helfen. Es war der Weihnachtsmann mit einem riesigen Sack voller Geschenke. Da sie die vielen Kinder am Weihnachtsabend nicht enttäuschen wollten, lud das perfekte Paar den Weihnachtsmann mitsamt seiner Geschenke in ihr Auto.
Und bald waren sie daran, die Geschenke zu verteilen. Unglücklicherweise verschlechterten sich die (ohnehin schon schwierigen) Strassenbedingungen immer mehr, und schließlich hatten sie einen Unfall. Nur einer der drei ueberlebte.

Wer war es?

Erst überlegen und dann nach unten scrollen







































































































Es war die perfekte Frau. Sie war die einzige, die überhaupt existiert hatte. Jeder weiss, dass es keinen Weihnachtsmann gibt, und erst recht keinen perfekten Mann.

Für Frauen endet die Geschichte hier.

Männer bitte weiter lesen (nach unten scrollen).












































































































Wenn es also keinen Weihnachtsmann und keinen perfekten Mann gibt, muss die perfekte Frau am Steuer gesessen haben. Das erklärt, warum es einen Unfall gegeben hat.


Wenn du übrigens eine Frau bist und dies liest (obwohl Frauen oben schon aufhören sollten weiter zu lesen) , wird dadurch noch etwas bewiesen: Frauen tun nie das, was man ihnen sagt.


Frohe Weihnachten!

6. Dezember 2007

[Life] Einmal Fright Zone und zurück

Diese Woche hat(te) es mich also nach Walldorf in Baden verschlagen, dem nicht gsnz heimlichen Zentrum der SAP-ERP-Welt. Zwecks Training. Von hier aus wird also der 3. oder 4. größte Softwarekonzern (die Quellen sind sich da nicht ganz einig) gesteuert und verbreitet sein Unheil auf der Welt - mag man den key usern glauben schenken.

Das Lustigste hier ist allerdings, wie SAP die Kleinstadt Walldorf (ca. 35k Einwohner) prägt - man sieht richtiggehend, wohin die Gewerbesteuer fließt ;-)

Weniger schön ist allerdings die SAP selber, die etwas außerhalb von Walldorf in einem Industriegebiet liegt und im Endeffekt aus etlichen 5-stöckigen Bürokomplexen, einem riesigen Schulungszentrum und noch mehr Parkhäusern. Bei Nacht beleuctet erinnert das alles ein wenig an die Frigth Zone (die Älteren werden sich vielleicht noch daran erinnern).

Das Schulungszentrum selber besteht aus drei Teilgebäuden mit jeweils 6 Schulungsräume mit 12-32 Plätzen auf 3 Stockwerken verteilt. Wenn man eine konservative Schätzung abgibt, dass es mindestens also 12x6x3, also viele, Kursteilnehmer pro Woche gibt und jeder von denen für einen 5-Tage-Kurs knapp über 2100 Euro zahlen muss ... macht das an 50 Wochen Schulungsbetrieb einen ordentlichen Umsatz alleine im Lehrbetrieb. Kein Wunder, dass es der SAP so gut geht.

Ansonsten hab ich mal einen Ausflug auf den Heidelberger Weihnachtsmarkt gemacht, wenngleich ich von Heidelberg nicht so schrecklich viel gesehen habe.

Der geneigte Leser fragt sich nun wahrscheinlich, wie ich denn nach Heidelberg kam ... die Antwort sieht man rechts: ein BMW 118. Der Autoverleieher mit der Zahl im Namen hatte keinen Golf mehr mit Winterreifen und Navi und so kam ich auf Firmenkosten zu diesem schmucken Stück. Ich muss zugeben, man könnte sich dran gewöhnen, zumal ich das Auto als recht sparsam empfinde (Reichweite ca. 650 km mit einer Tankfüllung Diesel), das Navi absolute Spitze ist und auch sonst etliche Kleinigkeiten und Gimmicks sich hier und da verstecken. Ein wenig unübersichtlich ist er zwar schon, aber dafür gibts ja auch eine Einparkhilfe und automatisch einklappende Spiegel - und als absolutes Highlight wortwörtlich: Beleuchtete Türgriffe. Das ist Luxus.